2000-4

Landrat / Parlament


Dringliches Postulat von Hans Schäublin: Vorfinanzierung fachlich einwandfrei ausgeführter Aufrüstung von Sturmholz durch den Kanton bei drohender Borkenkäferinvasion



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Hans Schäublin, SVP-Fraktion

Eingereicht: 13. Januar 2000


Nr.: 2000-004




Der Sturm"Lothar"hat am 26. Dezember 1999 im baselbieter Wald Bäume in einer Menge von rund 200'000 m 3 geworfen oder zerbrochen. Nach Schätzung der Fachleute ist davon etwa die Hälfte Nadelholz. Wenn letzteres nicht innert 3 Monaten aufgerüstet wird, entsteht eine Borkenkäferinvasion, die auch auf die noch stehenden, vom Sturm geschwächten oder plötzlich der Sonne ausgesetzten Bäume übergreift. Auf diese Weise entstehen Folgeschäden, die bei rechtzeitigem Handeln weitgehend eingeschränkt werden könnten.

Das sofortige Aufrüsten des Sturmholzes übersteigt aber die finanziellen Möglichkeiten vieler Waldeigentümer. Die am schwersten Betroffenen müssen mit Kosten von mehreren hunderttausend Franken (im Einzelfall in Millionenhöhe) rechnen. Ob das Holz verkauft werden kann und zu weichem Preis, ist heute noch unbekannt. Eventuell entstehen zusätzliche Lagerkosten. Die Unternehmer und Forstleute erwarten aber am Monatsende Bezahlung ihrer Leistungen. Sollten diese ausbleiben, würden die Arbeiten eingestellt.


Der Kanton Bern hat 1990 zur Bewältigung der Sturmschäden "Vivian" mittels Grossratsbeschluss für jeden betroffenen Waldeigentümer bei der Kantonalbank ein Konto eröffnet, über das die vom Förster kontrollierten Rechnungen in Form eines zinslosen Darlehens auf 10 Jahre bezahlt wurden. Die Abrechnungen der Holzverkäufe gingen über das gleiche Konto. Innerhalb von 3 Jahren konnten auf diese Weise die Kosten der Sturmholzaufrüstung erledigt werden.


Wir sind der Meinung, dass die Berner Lösung auch in Kanton Basel-Landschaft möglich ist und bitten den Regierungsrat, umgehend einen entsprechenden Landratsbeschluss vorzulegen.


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