2000-028_1.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 2000-028 vom 1. Februar 2000


Kantonales Sportanlagenkonzept (KASAK); Verpflichtungskredit


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





1. Zusammenfassung

Die grosse Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft ist unbestritten. Man denke an seine Beiträge zur allgemeinen Lebensqualität in verschiedensten Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Freizeit, soziale Integration, Tourismus, Volkswirtschaft u.a.. Entsprechend hat der Staat einen umfassenden Auftrag zur Förderung des Sports, der in den Verfassungen des Bundes und des Kantons Basel-Landschaft sowie im Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport und im kantonalen Gesetz über die Sportförderung formuliert ist. Voraussetzung für die Ausübung all der verschiedenen Arten und Formen des Sports sind geeignete - natürliche oder künstlich gebaute - Bewegungsräume in genügender Zahl.


Im Auftrag von Regierungsrat Peter Schmid, Vorsteher der Erziehungs- und Kulturdirektion des Kantons Basel-Landschaft, hat eine Projektgruppe unter dem Vorsitz von Ernst Lehmann, Leiter des kantonalen Sportamtes, das vorliegende kantonale Sportanlagenkonzept (KASAK) von September 1998 bis Mai 1999 erarbeitet. Rechtliche Grundlagen des KASAK sind die Verfassung des Kantons Basel-Landschaft, § 111 Abs. 5, und das Gesetz über die Sportförderung, § 7.


Ähnlich wie das nationale Sportanlagenkonzept (NASAK) für den Bund bildet das KASAK für den Kanton Basel-Landschaft die Grundlage für eine kohärente und zukunftstaugliche Sportanlagenpolitik. Ziel ist, ein qualitativ und quantitativ gutes Sportanlagenangebot auf Kantonsgebiet, insbesondere ein möglichst flächendeckend gutes Angebot an Sportanlagen von überkommunaler und kantonaler Bedeutung zu erhalten oder zu erreichen.


Aufgrund der langjährigen Beobachtung der Entwicklungen im Sport und seinem Umfeld durch das kantonale Sportamt, einer eigens durchgeführten Umfrage bei den kantonalen und nordwestschweizerischen Sportverbänden und den Sportvereinen im Kanton Basel-Landschaft sowie einer ergänzenden Umfrage bei den weiterführenden Schulen im Kanton werden im KASAK folgende Verantwortlichkeiten, Grundsätze, Bedürfnisse und Massnahmen formuliert:


Im Rahmen der Anhörung der Kantone zum NASAK hatte der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft die drei Ebenen des Sports formuliert.


Ebene 1: Ebene der Bewegungsaktivitäten im Alltag, des unorganisierten, spontanen Spielens, des Sports als Teil der Alltagskultur (Finnenbahnen, Streetballanlagen).


Dazu gehören die Bewegungsräume im Wohnumfeld, in Parks und "Grünzonen" und die traditionellen Sportanlagen für den Schul- und Vereinsbetrieb als Aufgabe der Gemeinden (Städte).


Ebene 2: Ebene der organisierten Sportaktivitäten mit dem Schwerpunkt des selbstorganisierten, selbstbestimmten Sporttreibens in den Vereinen, die Vereinskultur.


Dies bedingt die Grundversorgung mit "Kernsportstätten", wie kantonale oder regionale Sportanlagen sowie mittlere spezielle Anlagen für einzelne Sportarten als Aufgabe der Kantone in speziellen Bereichen mit Unterstützung des Bundes (Anreize).


Ebene 3: Ebene des Wettkampf-, Spitzen- und Hochleistungssports mit hoher Publikumsattraktivität und entsprechender Medienwirksamkeit.


Darunter fallen polysportive Gross-Sportanlagen, Stadien und Gross-Sporthallen sowie Spezialanlagen als Aufgabe und unter Federführung des Bundes mit hauptsächlicher finanzieller Beteiligung (50 - 75%). Dies in Zusammenarbeit mit Kantonen und Gemeinden (Städten) als auch privaten Trägerschaften als Träger und Besitzer, damit in unserem Lande die wenigen notwendigen Grossanlagen erstellt und betrieben werden können.


Diese Aufgabenzuweisung im Bereich der Sportinfrastruktur durch die Regierung des Kantons BL bildet eine der Grundlagen des KASAK.


Die erforderlichen geschätzten Finanzhilfen betragen für die Jahre 2000 bis 2004 total 12 Millionen Franken für Investitionsbeiträge, das heisst, jährlich im Durchschnitt 2.4 Millionen Franken. Für weitere fünf Jahre werden mögliche Schritte aufgezeigt. Damit sollen unter klaren Bedingungen auf Grund einer festgelegten Prioritätenliste Finanzhilfen geleistet werden.


Für die Beurteilung der Projekte ist eine Kommission unter dem Vorsitz des Leiters des kantonalen Sportamtes zuständig. Die Kommission stellt Anträge an den Regierungsrat betreffend Art und Höhe der zu bewilligenden Finanzhilfen.


Fortsetzung


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