2000-002_4.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 2000-002 vom 4. Januar 2000


Revision des Dekrets zum Personalgesetz (Personaldekret)


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





5. Ergebnisse

Die im Rahmen des Projektes erarbeiteten Ergebnisse lassen sich in folgende Elemente gliedern: In den neuen Einreihungsplan, in die neue Lohnkurve und in das neue Stufenkonzept. Die Frage, wie das neue Lohnsystem das bisherige ablösen soll, ist im nachstehend dargestellten Überführungsmodell aufgezeigt. Schliesslich werden auch die voraussichtlich zu erwartenden Kosten im Teil Kostenschätzungen (vgl. Ziffer 10 hiernach) beschrieben.




5.1 Lohnklasse/Dienstalterszulage: Systematik


Der Grundgedanke unseres Arbeitsbewertungssystems ist es, eine Funktion einer bestimmten Lohnklasse zuzuordnen. Dieses Modell wird als "Einklassen-System" bezeichnet. "Beförderungen" im üblichen Sinne gibt es gemäss diesem System nicht. Hingegen können wesentliche Veränderungen der Tätigkeit, die zu einem anderen Arbeitswert führen, eine Einreihung in eine andere Lohnklasse zur Folge haben. Mit dem "Einklassen-System" wird eine weitgehende Transparenz des Einreihungsgefüges hergestellt.




5.2 Funktionsbereiche


Alle in der Verwaltung des Kantons vorkommenden Funktionen sind in die sieben Funktionsbereiche "Administrative Funktionen", "Handwerklich-Technische und Hauswirtschaftliche Funktionen", "Gesundheit und Soziales", "Bildung", "Justiz", "Polizei" und "Allgemeine Führungsfunktionen" gegliedert.




5.3 Einreihungsplan


5.3.1 Zum Einreihungsplan im Speziellen


Die wichtigsten Ergebnisse der Funktionsanalyse sind:


- Generell kann festgestellt werden, dass in der Tendenz Funktionen im Pflege- und Therapiebereich "aufholen".


- Funktionen im technisch-handwerklichen Bereich weisen ebenfalls vereinzelt einen Aufwärtstrend auf, wogegen administrative Funktionen weitgehend unverändert bleiben.


- Während die Funktionen im Bildungsbereich sich in ihrer Struktur im wesentlichen bestätigt haben, ergeben sich einige Veränderungen bezgl. der Lohnklassen nach unten und nach oben. Zusätzlich erfolgt eine Erhöhung der Pflichtstunden um eine Lektion an den Stufen Primar, Sekundar I und Sekundar II, wobei jedoch die Klassenlehrer- bzw. Klassenlehrerinnenfunktion mit einer Pflichtstunde angerechnet wird. Diese Massnahme ist gerechtfertigt, da angesichts der zahlreichen Teilpensen im Schulbereich längst nicht mehr alle Lehrpersonen regelmässig Klassenlehrerinnen- und Klassenlehrerfunktionen übernehmen.


Ausbildungsfunktionen am Lehrer- und Lehrerinnenseminar sind im Hinblick auf die Neuorganisation der Ausbildungsstätte im Rahmen der Teilrevision des Lohnwesens nicht behandelt worden und bleiben vorerst unverändert gemäss dem noch gültigen Lohnsystem bestehen. Im gegebenen Zeitpunkt werden diese Funktionen ebenfalls der Überprüfung unterzogen.


5.3.2 Auswirkungen bei anderen Institutionen (wie Heimen, Sonderschulen, etc.)


Vom Geltungsbereich des Personalgesetzes sind die oben erwähnten Institutionen nicht erfasst. Die Arbeitsbedingungen des entsprechenden Personals sind unterschiedlich geregelt; zahlreiche Institutionen richten sich beim Lohnwesen aber nach den Grundzügen der kantonalen Regelung. Veränderungen im Einreihungsplan können Auswirkungen auf die Höhe der Beiträge des Kantons an diese Einrichtungen zeitigen.


An sich sind diese Ergebnisse nicht überraschend. Tendenziell zeigten sich ähnliche Resultate in den meisten bekannten Revisionen der öffentlichen Hand, die auf der Grundlage einer analytischen Arbeitsbewertung durchgeführt wurden.




5.4 Profile


Das Profil gibt die Stufen der bewerteten Merkmale wieder und spiegelt das Gemeinsame, Durchschnittliche oder Typische aller unter einer Richtposition zusammengefassten Tätigkeiten.




5.5 Modellumschreibungen


Unter dem Begriff "Modellumschreibung" ist eine zusammenfassende und abstrahierte Umschreibung von Struktur und Arbeitswert ähnlicher Funktionen zu verstehen. Den Modellumschreibungen kommt eine wichtige Bedeutung zu: Sie bilden - zusammen mit anderen Instrumenten - Grundlage für die Einreihung der Funktionen in die Lohnklassen im Rahmen der Überführung und bei der Zuordnung der Tätigkeiten im späteren Vollzug. Die Modellumschreibungen sind bewusst abstrakt formuliert. Somit kann eine Vielzahl von Tätigkeiten erfasst werden. Es ist zu beachten, dass je höher der Abstraktionsgrad ist, desto flexibler das System in Bezug auf das Abbilden unterschiedlichster Tätigkeiten bleibt. Hier war die Schwierigkeit, ein Mass zwischen Abstraktion und Konkretisierung zu suchen und zu finden.


Am Landrat ist es zu entscheiden, ob er den Einreihungsplan genehmigen will und als Anhang I dem Personaldekret anfügt. Sache des Regierungsrates ist es, die Mitarbeitenden gemäss dem Einreihungsplan einzustufen. Die Einreihung der direkt den Direktionsvorsteherin bzw. den Direktionsvorstehern unterstellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt, sofern diese den allgemeinen Führungsfunktionen 1 zuzuordnen sind, durch den Regierungsrat. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass nur jene Funktionen in den neuen Einreihungsplan aufgenommen wurden, die auch in der bisherigen Ämterklassifikation abgebildet sind. Dies gilt auch für vom Volk oder Landrat gewählte Amtsträgerinnen und Amtsträger.




6. Überprüfung der Funktionsklassifikation und Modellumschreibungen


Die Ergebnisse des Projektes Lohnrevision wurden im 4. Quartal des Jahres 1998 einer Überprüfung unterzogen. Die gemachten Vorschläge zu den Modellumschreibungen wurden vornehmlich mit den Linienverantwortlichen besprochen und sich ergebende Änderungen und/oder Ergänzungen der Modellumschreibungen dem Projektteam zur Diskussion und Verabschiedung zuhanden des Projektausschusses vorgelegt.



Fortsetzung


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