2000-002_1.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 2000-002 vom 4. Januar 2000


Revision des Dekrets zum Personalgesetz (Personaldekret)


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





I. Ausgangslage

1. Einleitung


1.1 Gegenstand und Ziel des Berichtes


Der vorliegende Bericht bildet das Ergebnis von Projektarbeiten an einer Teilrevision des kantonalen Besoldungswesens, das durch die beratenden Projektgremien unter Führung der Projektleitung, unterstützt durch einen externen Berater, zustande gekommen ist. Der Bericht informiert über


- die Abwicklung des Projektes


- den Einreihungsplan, die Profile und Modellumschreibungen


- das Lohnkonzept, d.h. die Lohnkurve und den Stufenverlauf


- die voraussichtlichen Kosten


- die Überführung vom bisherigen Zustand in das neue Lohnsystem


- die Rechtsgrundlage




1.2 Rückblick


Anlass zum Projekt Lohnrevision gab der Landrat mit der Vorlage vom 17. Juni 1992 (92/128), in der er eine Vorstudie zur Lohnrevision in Auftrag gab. Am 10. März 1994 nahm der Landrat von den Ergebnissen der Vorstudie Kenntnis. Dem Landrat wurde vom Regierungsrat im Einvernehmen mit den Personalverbänden vorgeschlagen, zunächst die Lohnrevision zurückzustellen und die Revision des Beamtengesetzes zügig in die Wege zu leiten. Es hatte sich nämlich gezeigt, dass die direkte Umsetzung der Ergebnisse der Vorstudie Lohnrevision ohne eine Änderung massgeblicher Bestimmungen des Beamtengesetzes wenig sinnvoll wäre. Inzwischen trat das neue Personalgesetz in Kraft. Der Landrat sprach in der Folge den notwendigen Verpflichtungskredit (Fr. 910'000.--; Beschluss des Landrates vom 20. Juni 1996) für die Durchführung einer Hauptstudie "Strukturelle Lohnrevision". Als externer Experte wurde Heinz Kappel, Gehaltsmanagement, Führung und Organisation (GFO als Nachfolgeorganisation der Stiftung Betriebswirtschaftliches Institut der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH), Zürich, unter Vertrag genommen.




1.3 Ausgangslage und Zielsetzung


Das heute gültige Lohnsystem stammt vom Anfang der 70er Jahre und entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen einer zukunftsgerichteten Personal- und Lohnpolitik. Die Ämterklassifikation und die modellhaften Funktionsbeschriebe vermögen die Anforderungen als Grundlage für die Stelleneinreihung, die an ein zeitgemässes System gestellt werden, nicht mehr zu erfüllen. Das betrifft namentlich die notwendige Flexibilität, mit der auf die sich rasch ändernden Funktionen und Berufe reagiert werden muss. Ausserdem enthält das gültige System keine leistungsbezogenen Lohnelemente, wie sie in der Wirtschaft und neuerdings, etwa unter dem Einfluss von New Public Management, auch bei der öffentlichen Hand zunehmend als sinnvoll und notwendig angesehen werden.


Die letzte strukturelle Lohnrevision im Kanton, die eine generelle Überprüfung der Lohnstruktur zum Ziel hatte, liegt über 25 Jahre zurück. In der Revision 1971 wurden sämtliche Funktionen mit Hilfe eines Arbeitsbewertungssystems überprüft bzw. eingereiht.


Die nachstehend beschriebene Revision des Lohnwesens stellt eine Fortentwicklung des jetzigen Systems dar: Es ist keine radikale Abkehr von den bisherigen Strukturen vorgesehen; die Kombination von Lohnklassen und Erfahrungszulagen wird beibehalten. Anderseits sollen moderne Strukturelemente, u.a. Leistungskomponenten, eingebaut werden. Deshalb stellt das Vorhaben auch eine Teilrevision dar.




Folgende Zielsetzungen sollen erreicht werden:


- Es ist eine grösstmögliche "Richtigkeit" der Löhne bezogen auf die Anforderungen und Belastungen der Arbeitsplätze herzustellen.


- Es ist eine differenzierte, begründete Lohnabstufung anzustreben, die neben den Komponenten Anforderungen, Belastungen und Erfahrung auch die Leistung berücksichtigt.


- Es soll für alle Funktionen ein einheitliches Lohnsystem beibehalten werden.


- Die Grundlagen müssen flexibel und transparent gestaltet werden.




Rahmenbedingungen zum Erreichen der Zielsetzungen:


Die Revisionsarbeiten sollen sich über sämtliche Funktionen aller Bereiche der kantonalen Verwaltung (der Verwaltung im engeren Sinn, der Lehrerschaft, der Pflegeberufe, der Polizeifunktionen und der Gerichte) erstrecken. Der Start des Projektes erfolgte am 1. Juli 1996, mit dem Ziel, das Projekt kostenneutral durchzuführen.



Fortsetzung


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