1999-175

Landrat / Parlament


Interpellation der FDP-Fraktion: Fachhochschul-Planung in der Nordwest-Schweiz



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Barbara Fünfschilling-Gysin, FDP-Fraktion

Eingereicht: 1999-175


Nr.: 2. September 1999





Seit November 1998 besteht eine Vereinbarung zwischen den Kantonen BL,BS,AG,SO, weiche die Zusammenarbeit unter den Fachhochschulen im Bereich Technik, Wirtschaft und Gestaltung regelt. Da der Bund nicht mehr bereit -ist, in jedem Kanton die ganze Palette an jeder FHSchule zu akzeptieren, ist im Raume Nordwestschweiz ein Gerangel um die FHSchulen entbrannt. Die FDP hat sich stark engagiert, dass BL mit BS in der FHBB ein wichtiges Zentrum bleibt, damit unsere Vorstellungen von einem dualen Bildungssystem in der Nordwest-Schweiz -erhalten bleiben.-( Mit Subventionen vom Bund)

Ungeachtet der Querelen mit dem Bund in der FH-Planung, sind die beiden Basel daran, eine gemeinsame FHS für Pädagogik und Soziales auf die Beine zu stellen. Da die Fusion in der Lehrerausbildung nicht vor 2001 umsetzbar sein soll, ist die Aufwertung der "Höheren Fachschule -für -soziale Arbeit" vorgezogen worden. Der Basler Regierungsrat hat zudem die Musikhochschule und die Schola Cantorum Basiliensis als FHS anerkannt.


Die FDP hat prinzipiell nichts gegen die Aktivitäten der Basler Regierungen beim Vorbereiten von Kantonalen FHS. Es wäre uns aber wichtig zu -erfahr-en, wie die weitere Planung der kantonalen FHS in der Nordwestschweiz am Schluss aussehen soll.(Ohne Bundessubventionen)


Unsere Fragen lauten:


1.Teilt der Bund jedem -Kanton, resp jeder Kantonegruppierung -definitiv mit, wieviele FHS sie haben können und welche Richtungen diese beinhalten sollen oder ist es umgekehrt ?


2.Wenn die erste Annahme bei Punkt 1.stimmt, wäre es dann nicht an der Zeit, (im Sinne von Fachhochschulrat Christoph Stutz), dass sich die ganze NWSchweiz zu einer-einzigen, dezentralen "-Bildungslandschaft" -entwickelt ? Dies würde natürlich u.a. heissen, dass alle öffentlichen Träger (BL,BS,AG,S0) die bestehenden FHSchulen (Inkl. Universität) gemeinsam tragen, ideel, politisch und finanziell. Gemeinsam denken, handeln und bezahlen heisst nicht, dass es nur eine einzicie, -zentrale FHS Nordwestschweiz geben soll.


3.Wäre es nicht auch"kundenfreundlichu, unsere Anwender, d.h. unsere jungen Studierenden, die eine Ausbildung an einer FHS planen oder bereits absolvieren, zu informieren, was auf dem FHS-Markt im Gange ist ? -4. Ist es den Kantonen überlassen ihre Kräfte zu bündeln, d.h. für Baselland mit den Kantonen BS,AG und SO auch eine analoge Zusammenarbeit zu etablieren wie bei den FHS des Bundes?


5.Wäre es möglich, dass die Regierung von BL darlegt, wo sie steht bezüglich FHS im Gespräch mit den Kantonen BS,AG und SO?


Wichtig ist uns eine gute Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkantonen, denn die Nordwestecke hinter dem Jura wird von der übrigen Schweiz vergessen, wenn sie nicht aktiv -ist. Eine geeinte Nordwest-Schweiz hätte sicher auch mehr Gewicht beim Bund, was im Hinblick auf die weitere Zukunft der FHS nicht unwichtig ist.


Wir danken dem Regierungsrat für seine informativen Antworten.


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