1999-260_5.htm

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-260 vom 7. Dezember 1999


2. Ausbauetappe Werkhof Tiefbauamt Kreis 1, Reinach; Baukreditvorlage


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





5. Das Projekt

5.1 Summarisches Raumprogramm




Vergleich der räumlichen IST- und SOLL- Situation

- Im Untergeschoss entstehen knapp 1'200 m 2 neue Lagerfläche, die als Ersatz für die reduzierte Aussenlagerplatzfläche auf dem Werkhof-Areal dienen. Die Erstellung des Untergeschosses ist aus bautechnischen Überlegungen im Sinne einer Nutzungsverdichtung ebenfalls sinnvoll.


- Die Einstellhalle dient zur Unterbringung der Fahrzeuge, Winterdienstgeräte, Maschinen und Kleingeräte beider Strassenverwaltungskreise.


- Die Einstellpätze der Wischmaschinen und die Magazine in Muttenz und Binningen werden zu Lagern und temporären Material- und Maschinendepots für Baustellen umgenutzt (*).


- Im Bürobereich erfordert die sehr umfangreiche Plan- und Aktenablage einen höheren Platzbedarf als ein rein administratives Arbeitsumfeld. Mit Ausnahme des Büros für den Strassenverwalter sind ausschliesslich Mehrpersonenbüros vorgesehen. Dazu entstehen ein zusätzliches Sitzungszimmer, vergrösserte Räume für CAD und Archiv.


Als Planungshorizont wird das Jahr 2015 angenommen, entsprechende Reserveflächen sind eingeplant.




5.2 Neubau Einstellhalle mit Büros


Die geplante 2. Ausbauetappe zeigt einen kompakten Baukörper, ähnlich der bestehenden Werkhalle (1. Bauetappe) in Form, Material und Farbwahl. Im Gegensatz zum ersten Gebäude sind die vielen Tore und die grossen Vordächer an beiden Längsseiten augenfällig. Dementsprechend ist die Nutzung des Erdgeschosses als beidseitig befahrbare Einstellhalle für die verschiedenen Fahrzeugtypen ausgelegt. Die Abmessungen der Halle (25 m x 50 m) werden durch die Anzahl und Grösse der Fahrzeuge und Maschinen vorgegeben. Sie bestimmen den Achsenabstand von 10 m.


Im Untergeschoss entsteht ein grosser Lagerraum für kleinere Maschinen und Material, sowie ein 70 m 3 grosser Meteorwassertank zur Regenwassernutzung. Das Obergeschoss ist als Zwischenboden über zwei Achsen in das Volumen der Einstellhalle eingebaut. Hier befinden sich die administrativen Räume wie Büros und Sitzungszimmer. In der Innenzone liegen der grosse Archivraum, WC- Anlagen und Nebenräume. Im Bereich des zweiten Archivraumes können später allfällig zusätzliche Büroarbeitsplätze eingerichtet werden.


Damit die Zufahrten zur Einstellhalle optimal genutzt werden können, liegt das Treppenhaus des neuen Gebäudes ausserhalb des Achsrasters. Es präsentiert sich als formal eigenständiger, kubischer Annexbau. Durch dieses nicht wärmegedämmte Treppenhaus gelangt man in das Unter- und das Obergeschoss. Beide Geschosse werden ebenfalls durch einen Warenlift erschlossen. Das Untergeschoss erhält eine zusätzliche Aussentreppe, die als Fluchtweg dient.


Die Positionierung der neuen Halle parallel zur bestehenden Werkhalle ermöglicht die Bildung einer typischen Werkhofsituation. Das Erschliessungskonzept und die Umgebungsgestaltung des Areals werden beibehalten und im Bereich der neuen Einstellhalle entsprechend ergänzt.




5.3 Bauablauf


Die Realisierung der Einstellhalle stellt keine besonderen Anforderungen an den Bauablauf. Die Sicherung der Baugrube gegenüber der nahegelegenen Tankstelle und die Verkehrsführung um die Baustelle zu den Lagerplätzen, Mulden und zur provisorischen Einstellhalle sind zu beachten.




5.4 Baubiologie und Energie


Baubiologie


Bei der Wahl der Baumaterialien werden die ökologischen und baubiologischen Aspekte gemäss Weisung des kantonalen Hochbauamtes für den Einsatz von umweltschonenden Baumaterialien berücksichtigt. Ausserordentliche Massnahmen im Bereich der Baubiologie sind nicht eingeplant.


Energie


Die 2. Ausbauetappe bezieht ihre benötigte Energie (Heizung, Wasser und Elektrisch) von der bereits erstellten Werkhalle (1. Etappe). Mit der Holzschnitzelfeuerungsanlage wird der Hauptteil des Heizenergiebedarfes abgedeckt. Die Oelfeuerungsanlage wird während der Übergangszeit bei kleinem Wärmebedarf und zur Unterstützung des Holzheizkessels bei grossem Wärmebedarf eingesetzt.


Wärmedämmung


Mit der vorgesehenen Wärmedämmung werden die gemäss Verordnung verlangten Wärmedämmwerte um ca. 20% unterschritten. Damit wird dem heutigen Trend nach verstärkter
Wärmedämmung Rechnung getragen.


Regenwassernutzung


Das Meteorwasser wird in einem gebäudeinternen Betontank im Untergeschoss gesammelt und gelangt mittels Druckerhöhung zum neuen und zum bestehenden Aussenwaschplatz. Das Meteorwasser wird zum Betanken der Strassenwischmaschinen und zum Reinigen der Fahrzeuge und Baumaschinen verwendet. Das überschüssige Regenwasser wird über die bestehende, erweiterte Versickerungsanlage dem Grundwasser zugeführt.




5.5 Pläne


- Situation
- Untergeschoss
- Erdgeschoss
- Obergeschoss
- Querschnitt Bürogeschoss
- Querschnitt Einstellhalle
- Nordfassade
- Ostfassade


Fortsetzung


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