1999-251

Landrat / Parlament


Dringliche Interpellation der CVP/EVP-Fraktion: ADtranz und seine Folgen für die Region



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: CVP/EVP-Fraktion (Uwe Klein)

Eingereicht: 25. November 1999


Nr.: 1999-251




Am Abend des 12. November haben wir aus den Medien vernommen, dass die ADtranzzentrale in Berlin beabsichtigt das ADtranzwerk in Pratteln und jenes in Oerlikon zu schliessen. In Pratteln werden 475 Arbeitsplätze abgebaut. Ein alteingesessenes Unternehmen (Schindler Waggon) wird im Jahr 2001 die Tore schliessen.

Der Verlust von mehr als 1000 Arbeitsplätzen durch Fusionen, Konkurs, Rationalisierungen und Betriebsschliessungen in den letzten Monaten ist alarmierend und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Rahmenbedingungen für den Produktionsstandort Schweiz und speziell in der Nordwestschweiz sind anscheinend für viele Unternehmen nicht mehr optimal.


Wir sehen der Entwicklung mit grosser Sorge entgegen und stellen der Regierung in diesem Zusammenhang folgende Fragen:


1 . Hatte die Regierung von den Problemen der ADtranz Kenntnis?


2. Was hat die Regierung seit Bekanntwerden der Betriebsschliessung unternommen?


3. Wie gross schätzt die Regierung die Einflussmöglichkeiten ein, das ADtranz-Werk zu erhalten?


4. Wie weit wird sich die Regierung finanziell beteiligen, was sieht sie für Möglichkeiten?


5. Inwieweit engagiert sich der Bund? 6. Bekanntlich arbeiten ca. 200 Personen aus Frankreich und Deutschland


(Grenzgänger) in dem ADtranzwerk in Pratteln. Beteiligen sich die Behörden aus diesen beiden Ländern auch an der Problemlösung?


7. Die ADtranz hat mit der BLT einen langfristigen Unterhaltsvertrag abgeschlossen. Was passiert mit diesem Vertrag?


8. Was haben die Gespräche zwischen der Regierung und dem Firmenchef Rolf Eckrodt konkret ergeben?


9. Was gedenkt die Regierung bei ähnlichen Fällen zu tun?


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