1999-247

Landrat / Parlament


Dringliches Postulat der FDP-Fraktion: Einrichtung eines Krisendispositivs



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: FDP-Landratsfraktion

Eingereicht: 25. November 1999


Nr.: 1999-247




Nach den Turbulenzen rund um das Spital Laufen hat die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Landrates nach Abschluss ihrer Untersuchungen empfohlen, dass die Regierung des Kantons Basel-Landschaft ein Krisendispositiv aufbaut, um bei zukünftigen Krisen und Konflikten frühzeitig eingreifen zu können.

Mit der angekündigten Schliessung der Adtranz Pratteln befinden wir uns erneut in einer Situation, die ein effizientes Krisenmanagement verlangt. Die Regierung hat zwar bewiesen, dass sie gewillt und in der Lage ist, energisch und wirksam zu handeln. Die Organisation konnte sich unseres Wissens aber noch nicht auf ein vorbereitetes Dispositiv stützen.


Restrukturierungsmassnahmen sind nicht eine Erscheinung unserer Zeit. Der Kanton Baselland hat schon in früheren Zeiten mit drastischen Veränderungen in seiner Industrielandschaft fertig werden müssen. Ebenso unbestritten ist, dass es immer wieder Restrukturierungesmassnahmen geben wird, wenn Betriebe nicht mehr rentabel arbeiten. Strukturerhaltungen durch den Staat sind keine tragfähige Lösung. Mit solchen Situationen müssen wir umgehen können.


Die Erfolgsaussichten eines Krisenmanagements kann man durch vorsorgliche Organisation- und andere Massnahmen stark verbessern. Dies zeigt die Erfahrung nicht nur von Gemeinswesen sondern auch von Firmen.


Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen bitten wir die Regierung, zu prüfen und zu berichten, ob sie nunmehr bereit ist, ein Krisendispositiv einzurichten, wie ein solches Krisendispositiv aussehen könnte.


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