1998-220

Landrat / Parlament


Postulat von Karl Rudin-Hauswirth: Verkehrskonzept für die Zeit der Belchensanierung



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Autor: Karl Rudin-Hauswirth; SP-Fraktion (Aeschlimann, Bloch, Bollinger, Bucher, Halder, Jäggi, Janiak, Krähenbühl, Meschberger, Nussbaumer, Roche, Rück, Rudin Ch., Schilt, Stöcklin S., Wüthrich, Ziegler (17))

Eingereicht: 29. Oktober 1998


Nr.: 1998-220




Die Sanierung des Belchentunnels steht an. Das Szenario ist bekannt. Während der Bauzeit wird eine Röhre geschlossen. Es wird zu Staus und zu Ausweichverkehr kommen. Eine vorliegende Studie beziffert die Staudauer und die Anzahl der Autofahrerlnnen, die den Stau umfahren werden. Die Erfahrungen, die jetzt schon gemacht worden sind (z.Bsp. wenn der Belchentunnel nur erschwert zu befahren ist oder die jetzige Sanierung am Arisdörfertunnel), zeigen deutlich, dass der Ausweichverkehr beträchtlich ist. Zur Zeit stauen sich die Autos in Liestal zu den Stosszeiten bis hinaus zum Schwimmbad. Probleme im Belchentunnel ziehen eine Verkehrlawine durch das Waldenburgertal nach sich oder bescheren Sissach ein Verkehrschaos. Bei täglich fast 40'000 Autos die durch den Belchentunnel fahren, ist der bezifferte Ausweichverkehr mit 700 Fahrzeugen pro Tag eine höchst optimistische Schätzung. Mit anderen Worten, von den Talgemeinden wird sie nicht ernst genommen. Die Befürchtungen von Sissach bis zum Unter Hauenstein und im Waldenburgertal basieren auf Erfahrungen und sind durchaus ernst zu nehmen. Eine Stunde Wartezeit vor dem Belchen oder dreissig Minuten von Liestal nach Oensingen - sie dürfen wählen. Es macht den Anschein, dass sich der Kanton voll auf diese Studie abstützt und keinen Handlungsbedarf sieht. Das bisschen Mehrverkehr sei zwar störend, im Vergleich zu früheren Zeiten aber kaum der Rede wert, so die sinngemässe Aussage des Kantonsingenieurs in der BaZ vom 13.2.98. Obwohl die Zeit drängt, ist es jetzt noch möglich, sich auch über die Begleiterscheinungen der Belchensanierung Gedanken zu machen und ein klares Verkehrskonzept für die Zeit der Sanierung bereitzustellen. Ich bin überzeugt. dass der Kanton bei der Erarbeitung von den betroffenen Gemeinden die volle Unterstützung haben wird.

Ich bitte darum den Regierungsrat


für die Zeit der Belchensanierung ein Verkehrskonzept zu erarbeiten, das unter anderem aufzeigt, wie das Homburger- und das Waldenburgertal vom übermässigen Ausweichverkehr geschätzt werden können. Dabei ist auch eine allfällige, provisorische Verkehrsregelung zu prüfen.


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