1998-171

Landrat / Parlament


Motion: Einbürgerungswillige Ausländer müssen unsere Sprache einigermassen sprechen können



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Autor: Rudolf Keller

Eingereicht: 17. September 1998


Nr.: 1998-171



In unserem Kanton werden sehr viele Ausländer eingebürgert. Immer mehr kann festgestellt werden, dass viele von diesen Leuten unsere Sprache kaum sprechen respektive verstehen können. Wer sich aber integrieren will, muss sich in der gängigen Landessprache einigermassen verständigen und ausdrucken können und auch in der Lage sein, amtliche Verlautbarungen mindestens sinngemäss zu verstehen. Assimilation bedeutet auch, dass die betreffende Person sich Mühe gibt, sich den allgemeinen Sitten, Gebräuchen und der gängigen Sprache so weit wie möglich anzupassen, die neue Sprache eben auch zu lernen. Darauf nimmt der Gesetzgeber bei den Einbürgerungen immer weniger Bedacht. Deshalb begehren auch ständig mehr Leute an den Einbürgerungsversammlungen in den Gemeinden auf. Die Folge der schlechten sprachlichen Integration sind Verständigungsprobleme, soziale und integrationspolitische Probleme, die einer Eingliederung im Wege stehen. Dies führt dazu, dass viele, die sich einbürgern lassen möchten, Probleme im Umgang mit der angestammten Bevölkerung haben - und umgekehrt. Integration ist in vielen Fällen kaum mehr möglich!

Der Regierungsrat wird beauftragt, das Einbürgerungsgesetz dahin gehend zu verbessern, dass eine bessere sprachliche Verständigung als Voraussetzung für die Einbürgerung von Ausländern verlangt wird als dies bisher der Fall war. Nur wenn dieses Erfordernis erfüllt ist, darf eine Einbürgerung überhaupt erfolgen.


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