1998-157

Landrat / Parlament


Postulat betreffend Bericht und Interventionsprogramme gegen Gewalt und Vandalismus an den Schulen





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Autor: Franz Ammann, SD Muttenz

Eingereicht: 3. September 1998


Nr.: 1998-157




Schutzgelderpressungen auf dem Pausenplatz, Bandenkriege und Raubüberfälle durch Jugendliche an den Schulen - immer wieder sind im ersten Halbjahr 1998 solch alarmierende Meldungen aufgetaucht. Klaus Beck, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zürcher Pestalozzianums und auf Interventionen bei Gewaltproblemen spezialisiert, warnt denn auch davor, dass „im Moment wieder etwas eskaliert". Gewalt an den Schulen tritt seiner Erfahrung nach schubweise auf, und derzeit seien Anzeichen einer neuen Gewaltwelle auszumachen. Vor allem bei Erpressungsversuchen und Raubüberfällen beobachtet Beck eine Zunahme (Juni 1998).

Auch im Kanton Baselland scheint an den Schulen die Jugendgewalt, Vandalismus und teilweise auch die Jugendkriminalität im Zunehmen begriffen zu sein. Dies bestätigt sich in Gesprächen und Leserbriefen betroffener Eltern und Schüler (Aesch, Juni 1998, Vandalismus an Velos und Fahrzeugen von Schülern und Lehrern) oder auf kommunaler Ebene (BAZ vom 4./5. Juli 1998 „An den Prattler Schulen geht die Angst um").


Auch wenn die Situation an den Baselbieter Schulen sich je nach Region, Bevölkerungsstruktur und Schulgrösse sehr differenziert präsentiert, ein Handlungsbedarf scheint zwingend. Es darf nicht erst reagiert und gehandelt werden, wenn die Grenzen der Aggressionsbereitschaft noch weiter überschritten und viele Mitschülerinnen und Mitschüler, Eltern und Lehrerschaft unter einer Konfliktsituation zu leiden haben.


Ich bitte daher den Regierungsrat,


1.) einen Bericht über die Gewalt und Aggressionskonflikte an den Baselbieter Schulen zu Handen der Öffentlichkeit zu erarbeiten.


2.) allfällige Interventionsprogramme, Strategien und Massnahmen berichtsbegleitend auszuarbeiten.


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