1998-28

Landrat / Parlament


Postulat: BGV-Versicherungsangebot "Hausratversicherung"



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Autor: Peter Brunner, SD (+ 5)

Eingereicht: 5. Februar 1998


Nr.: 1998-028





Die Fusionswelle in der Wirtschaft geht unvermindert weiter, wie die aktuellen Beispiele in der Chemie, Banken und Versicherungen zeigen. Während in gewissen Branchen der Konzentrationsprozess nur wenig direkte Auswirkungen und Nachteile für die Konsumentinnen und Konsumenten hat, sind in den Bereichen Banken und Versicherungen diese davon direkt betroffen. Mit jedem Konkurrenten weniger steigt die Wahrscheinlichkeit, dass durch Macht- und Angebotsmonopole die Konkurrenzfähigkeit und freie Marktwirtschaft beeinträchtigt wird, wie die entsprechenden Gewinnprognosen der Unternehmen zeigen.

Während im Bankenbereich heute die Konsumenten durch die Kantonal- und Raiffeisenbanken ein gut ausgebautes Alternativangebot nutzen können, ist im Versicherungsbereich das Konkurrenzangebot noch immer teilweise monopolisiert.


In diesem Sinne wäre es wünschbar und eine Chance, um das Dienstleistungsangebot der Gebäudeversicherung optimal zu ergänzen, zur obligatorischen Gebäude- und freiwilligen Wasserschadensversicherung auch eine freiwillige BGV-Hausratversicherung zu ermöglichen. Damit könnten die Versicherungsnehmerinnen und Versicherungsnehmer ein umfassendes Dienstleistungs- und Versicherungsangebot wahrnehmen, das preislich wohl konkurrenzfähig und als Alternative zur privaten Monopolstellung gewisser Versicherungen auch volkswirtschaftlich sinnvoll wäre.




Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen,


1.) wieweit ein BGV-Versicherungsangebot "Hausratversicherung" wünschbar und wirtschaftlich attraktiv wäre?


2.) bei allfälliger positiver Abklärung durch eine gesetzliche Änderung ein entsprechendes Dienstleistungsangebot der BGV möglich zu machen.




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