1998-127

Landrat / Parlament


Interpellation: Überkommunale Sportanlagen



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Autor: Peter Holinger SVP/EVP-Fraktion

Eingereicht: 11. Juni 1998


Nr.: 1998-127




Im Kanton Basel-Landschaft hat es in vielen Gemeinden spezielle Sportanlagen die von der Bevölkerung mehreren Gemeinden benützt werden, diese werden als überkommunale Sportanlagen bezeichnet. Als Beispiele möchte ich einige aufzählen:

1. Kunsteisbahnen
- Sissach
- Laufen


2. Hallenbad
- Gelterkinden (+Freibad)
- Liestal (+Freibad)
- Muttenz


3. Stadien
- Liestal: Gitterli
- Pratteln: Sandgruben
- Sissach: Tannenbrunn
- Muttenz: Margelacker


4. Sporthallen
- Liestal: Frenkenbündten
- Sissach: Tannenbrunn
- Muttenz: Kriegacker
- Aesch: Löhrenacker


- Diese Standortgemeinden erfüllen oft vielfältige Aufgaben mit "Zentrumsfunktion". Insbesondere auch mit ihren überkommunalen oder regionalen Sportanlagen werden sie finanziell stark belastet.


- Die Gemeinden bauten und unterhalten die erwähnten Sportanlagen oftmals alleine. Die Nutzung aber ist immer von der Bevölkerung, den Schulen und Institutionen von umliegenden Gemeinden oder ganzen Regionen. Diese Tatsache gibt den Standortgemeinden grosse finanzielle Probleme. Während sie die Aufwendungen vor Jahren noch gut selber verkraften konnten und auch verkraften wollten, ist die heutige Situation sehr viel schwieriger. Es ist sicher wichtig, dass in Zukunft die Planung und Erstellung von überkommunalen Projekten nicht nur von einer Gemeinde getragen werden. Zum Beispiel kann auch eine Trägerschaft, die die verschiedenen Benützer der Infrastrukturen involviert, gegründet werden.


Am Beispiel des Hallenbades Liestal möchte ich die Problematik aufzeigen. Seit Jahren hat die Stadt Liestal für die Bäder ein Defizit von rund Fr. 1,0 Mio. pro Jahr zu verkraften (ca. 0,7 Mio fürs Hallenbad und ca. 0,3 Mio fürs Freibad). ca. 80% der Besucherinnen sind nicht in Liestal wohnhaft!


Aus diesem Grunde suchte die Stadt das Gespräch mit den umliegenden Gemeinden, den kantonalen Schulen, aber auch den Verantwortlichen des Waffenplatzes und der Zollschule etc. Leider blieben diese Gespräche ohne Erfolg und man denkt in Liestal konkret über die Schliessung des Hallenbades nach. Dies wäre meines Erachtens eine schlimme Entwicklung und ich hoffe sehr, dass es nicht soweit kommen muss!


Aus den erwähnten Gründen bitte ich den Regierungsrat wenn möglich um schriftliche Beantwortung folgender Fragen:


1. Wie weit ist das bereits vorgestellte kantonale Sportanlagenkonzept (KASAK) ausgereift?
2. Ist der Kanton bereit, sich an überkommunalen Sportanlagen zu beteiligen? Dies betrifft Um- oder Neubauten, Erweiterungen aber insbesondere auch Sanierungen und Betrieb dieser Anlagen.


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