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Erwerbstätige und Pendler
In Arisdorf gab es 1990 überdurchschnittlich viele selbständig Erwerbende (12% gegenüber einem Anteil von 7,4% im Kantonsdurchschnitt) und unterdurchschnittlich viele Ungelernte (13% zu kantonalen 19,5%). Die anderen Qualifikationsstufen sind im kantonalen Durchschnitt. Das deutet, wie dies für eine aufstrebende Einfamilienhausgemeinde nicht überraschend ist, auf eine überdurchschnittliche berufliche Qualifikation der erwerbstätigen Einwohnerschaft hin.
Der hohe Anteil der selbständig Erwerbenden ist zum Teil auch auf die Landwirte zurückzuführen, die immer noch eine bedeutende Gruppe ausmachen. Beim Durchsehen von alten Aufenthaltsregistern der Gemeinde wird einem rasch der Wandel in der beruflichen Qualifikation der Bevölkerung klar. Mägde und Knechte dominieren vor dem 2.Weltkrieg neben Taglöhnern und (kurz vor 1920) Posamentern. Das Bild eines typischen Bauerndorfes mit einigen Heimarbeitern.
Es überrascht nicht, dass 1990 der Wegpendleranteil bereits 67,9% der in Arisdorf wohnhaften Berufstätigen ausmacht. Über die Hälfte dieser Wegpendler arbeiten in Liestal (21%) oder Basel (30,9%). 1970 lag der Anteil von Basel noch bei 14%. Die Wegpendler benutzen in ihrer grossen Mehrheit (über 70%) das Auto - nur gerade 28 von 391 Wegpendlern benutzen ausschliesslich das öffentliche Verkehrsmittel, weniger als 10%. Etwas höher, bei 41 oder 11% liegt der Anteil jener, die kombinierte Lösungen für ihren Arbeitsweg gewählt hatten.
