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Zahnputz-Instruktorinnen erreichen 19'000 Kinder

20.10.2009
Der kantonszahnärztliche Dienst Basel-Landschaft hat im vergangenen Jahr 840 Kindergarten- und Schulklassen besucht und fast 19'000 Kinder im Zähneputzen unterrichtet. Karies bei Kindern hat sich in den letzten Jahren deutlich zurückgebildet. Im Kindergarten Sonnenmatt in Muttenz haben Medienschaffende 1:1 erlebt, wie die kantonalen Zahnputz-Instruktorinnen arbeiten.

"Wir haben im letzten Jahr in 1'154 Zahnputz-Instruktionen 18'881 Kinder betreut", sagte Kantonszahnärztin Ludmila Strickler an einer Medienorientierung im Kindergarten Sonnenmatt in Muttenz. Diese Lektionen zur Zahngesundheit erteile der kantonszahnärztliche Dienst bereits seit 20 Jahren. Die Zahnpflege habe sich mittlerweile etabliert; schweizweit betreuen jedes Jahr rund 1'000 Zahnputz-Instruktorinnen etwa eine halbe Million Kindergarten- und Schulkinder, sagte die Kantonszahnärztin.

Weniger Kinder mit Karies, aber …
Die Präventionsmassnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die Zähne der Kinder und Jugendlichen heute in einem guten Zustand präsentieren. Allerdings ist erst die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Kanton Baselland frei von Karies (siehe Tabelle); ein Wert, der sich in den letzten Jahren nur wenig verändert hat. Bei den 12-jährigen sind gut zwei Drittel ohne Karies, wobei auch diese Zahl nicht viel höher ist als vor einigen Jahren. Diese Ergebnisse stammen aus einer repräsentativen Erhebung des Instituts für Präventivzahnmedizin der Universität Basel im Auftrag der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft.

Kanton subventioniert Zahnbehandlungen
Das Problem mit der Karies bleibt akut. Trotzdem hat sich die Zahngesundheit bei den Kindern insgesamt stark verbessert. Ein 14-jähriger hatte 1964 durchschnittlich 22 schadhafte Zähne, heute sind es weniger als zwei Zähne. Der Kanton fördert nicht nur die Zahnhygiene, er unterstützt zudem Eltern in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen mit Beiträgen an Zahnbehandlungen bei freier Wahl des Zahnarztes. 2008 hat der kantonszahnärztliche Dienst 1,6 Millionen Franken gesprochen; 52 Prozent davon wurden für Zahnspangen aufgewendet, 48 Prozent für andere Zahnbehandlungen. An die Behandlungskosten für subventionsberechtigte Massnahmen bezahlen Kanton und Gemeinden je einen Sechstel. Bei den Schulheimen leistet der Kanton allein einen Drittel.

Der kantonszahnärztliche Dienst engagiert sich auch in der Vorsorge bei Zahnunfällen und hat dazu im letzten Jahr eine Kampagne gestartet. Im Zentrum steht eine Zahnrettungs-Box, die eine Nährlösung enthält, in welcher ausgeschlagene Zähne konserviert werden können. Ziel ist es, den Zahn zu retten, damit die Zahnärztin oder der Zahnarzt ihn wieder einsetzen kann.

Vorschulalter – Zahnärzte sind aktiv
Eine gute Zahnprophylaxe beginnt schon vor dem Schulalter. Dazu läuft derzeit eine Kampagne der Zahnärztegesellschaften beider Basel SSO. "Zu einer qualitativ hochwertigen Zahnprophylaxe gehört eine jährliche zahnärztliche Kontrolle schon ab dem 2. Altersjahr", sagte Marc Bandi, Vorstandsmitglied der SSO. Eine gute Prävention könne aber nur erreicht werden, wenn die Eltern mitmachten. Eine wichtige Rolle, um die Eltern zu beeinflussen, spielten Haus- und Kinderärzte, Frauenärzte, Hebammen, Elternberaterinnen, Stillberaterinnen, Krippenbetreuerinnen, Kindergartnerinnen sowie die Lehrerinnen und Lehrer.

Die Zahnärztegesellschaften beider Basel organisieren zusammen mit Gemeinden, Schulen und anderen Institutionen Informationsanlässe und Ausbildungen. Ziel ist es, Kleinkinderkaries zu erkennen und zu vermeiden. Neben der Ausbildung und Schulung dieser "Multiplikatoren" wird im Rahmen der SSO-Kampagne versucht, möglichst viele Organisationen, die mit Eltern und Betreuerinnen von Kindern zu tun haben, in das Projekt einzubinden. "Wir arbeiten auch mit der Gesundheitsförderung Baselland zusammen", sagte Marc Bandi. Mit dem Universitätskinderspital beider Basel (UKBB) würden zudem Pflegepersonen, mit dem Roten Kreuz Babysitter ausgebildet.

Zahngesundheit der Schülerinnen und Schüler im Kanton Baselland
Quelle: Institut für Präventivzahnmedizin Universität Basel

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

Auskünfte:
Dr. Ludmila Strickler, Kantonszahnärztin, Telefon 061 552 60 65, E-Mail: ludmila.strickler@bl.ch
Dr. Marc Bandi, Vorstand Zahnärztegesellschaften beider Basel SSO, Telefon 061 481 77 55, E-Mail: bandi@dtc.ch

Liestal, 20. Oktober 2009

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