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Wohnen im Alter: zweite Tagung zur Alterspolitik

02.10.2014
Über 100 Interessierte vorab aus Gemeinden, Sozialhilfebehörden und Altersorganisationen trafen sich gestern Mittwoch, 1. Oktober 2014, im Landratssaal zur zweiten kantonalen Tagung zur Alterspolitik, die sich diesmal dem wichtigen Thema „Wohnen im Alter“ widmete. Die Wohn-Frage gehört zu den prioritären  Themen des kantonalen Leitbildes „Älter werden gemeinsam gestalten“.

Regierungsrat Thomas Weber, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, bekräftigte, dass die Bevölkerung des Kantons Baselland derzeit schneller altere als die übrige Schweiz. Wir sollten aber auch die positiven Aspekte dieser Entwicklung sehen und nicht nur die Kosten. Die Ausgangslage, betonte Weber, bildet der bekannte Wunsch der meisten Älteren, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. Neue Wohnformen gewinnen  deshalb an Bedeutung. Erste Massnahmen im Gefolge des Leitbildes befinden sich in der Umsetzungsphase. Eine wichtige, nämlich die kantonale Datenbank mit Angeboten zum Wohnen im Alter, ist sogar bereits fertig und seit dem 1. Oktober online (www.bl.ch), wie Weber im Landratssaal nicht ohne Stolz am Laptop vordemonstrierte. Die Benutzerfreundlichkeit der Datenbank kann allerdings noch verbessert werden.

Systematisch vorgehen
Professor Ulrich Otto, Leiter des Zürcher Instituts Careum Forschung, plädierte für eine Abkehr vom Einzelmassnahmen-Denken im Bereich des Alterswohnens. Nötig sei ein „radikales Zusammendenken von ambulanten und stationären Massnahmen“, es gehe um den Einbezug auch all der „weichen“ Faktoren wie beispielsweise gute Nachbarschaft oder ungezwungenes Begegnen. Vor allem sei auch die Phase zwischen normalem Wohnen und späterer Pflegebedürftigkeit genau anzuschauen für differenzierte Massnahmen. Systematische Strategien seien erfolgsversprechend. „Altersfreundlich planen und bauen heisst mittendrin und dazugehörend planen“. Priorität hätten nicht neue Angebote, sondern Hilfe/Beratung aus einer Hand, mithin Case-Management als umfassendes Unterstützungsmodell.

Bedürfnisse genau eruieren
Verschiedene geglückte und weniger geglückte Beispiele von Wohnprojekten präsentierte Dr. Antonia Jann, Geschäftsführerin der privaten Age Stiftung, die Förderbeiträge an inspirierende Projekte rund ums Wohnen im Alter vergibt. Auch sie plädiert mit Entschiedenheit für vernetztes Vorgehen statt einzelner Massnahmen und ebenfalls dafür, geeignete Angebote bereitzustellen für die Zeit zwischen normalem Wohnen und Pflegeheim. Aber: „Die“ gute Lösung gebe es nicht, es gelte genau auf Zielgruppe und Bedürfnisse abzustellen und dabei in der Regel eine gewisse Autonomie und Sicherheit für die Bewohner vorzusehen.

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Kommunikation

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