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Wie gesund sind die Baselbieter Kinder und Jugendlichen?

07.11.2008
Neue Publikation der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft

Kein Grund zu einer neuen Schreckensmeldung -  die grosse Mehrheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen lebt gesund. Das Gesundheitsverhalten nimmt allerdings mit zunehmendem Alter ab. Übergewicht, Suchtmittelkonsum und psychische Beschwerden gehören zu den Hauptproblemen. Die Steigerung der Impfrate  und der Rückgang der Zahnkaries sind hingegen Erfolgsgeschichten. Dies zeigt die soeben erschienene Publikation „Die Gesundheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen“ der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft.

Im Kanton Basel-Landschaft leben rund 40'000 Kinder und Jugendliche. Das sind rund 15 Prozent der Bevölkerung im Kanton. Und jedes Jahr erblicken neue 2’300 kleine Baselbieterinnen und Baselbieter das Licht der Welt. Sind sie gesund? Wie gesund sie? Wo liegen die Probleme? Was können wir tun?

Jetzt präsentiert die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Antworten auf die vielen Fragen in Gestalt der Publikation „Die Gesundheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen“. Auf 92 Seiten werden die Fakten zusammengestellt, gewichtet und ausgewertet. Hervorzuheben sind die gute Lesbarkeit und die professionelle Aufmachung. Dank Grafiken, Tabellen und einer ansprechenden Gestaltung wird das trockene Zahlenmaterial lebendig.

Die Hauptsache: Baselbieter Kinder sind gesund
Baselbieter Kinder und Jugendliche sind mehrheitlich gesund. Dies das klare Fazit der verschiedenen Untersuchungen.  Es gibt aber auch Problembereiche wie zum Beispiel das Übergewicht, die psychischen Beschwerden wie Stress, die häufige Müdigkeit und der nicht dramatische aber doch besorgniserregende Suchtmittelkonsum der erst 14- und 15-jährigen Jugendlichen. Nachdenklich stimmt auch, dass die Jugendlichen mit zunehmendem Alter sich weniger gesund verhalten.

Spannende Erkenntnisse
Die Hauptkapitel beinhalten die Themen Gesundheitsverhalten, Gewicht, Impfungen, Zähne und Spitalbesuche der Baselbieter Kinder und Jugendlichen. Aus dem trockenen Zahlenmaterial werden erstaunliche Erkenntnisse geschöpft. So überrascht es, zu lesen, dass sich im Kanton Basel-Landschaft jährlich 3’000 Kinder in Spitalbehandlung befinden, und dass darunter stets 400 Knaben mehr sind als Mädchen; dass rund zwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig sind; dass 26 Prozent der 14-15-jährigen Schüler und 20 Prozent der gleichaltrigen Schülerinnen Cannabis probiert haben; dass im Frühling 2008 die Masernwelle die Baselbieter Kinder besonders stark überrollte – und zwar weil der Impfschutz hier kleiner war als in anderen Kantonen.

Die Publikation „Die Gesundheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen“ zeigt auch auf, wo der Kanton speziell den Hebel ansetzen muss: nämlich bei den Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Wohlstand, schwierigen Verhältnissen oder Migrationshintergrund.  Sie weisen statistisch gesehen eindeutig eine schlechtere Gesundheit und ein schlechteres Gesundheitsverhalten auf.

Rückgang der Zahnkaries und anders Erfolgsstories
Dass Gesundheitsförderung und Prävention wirksam sind, zeigen die Zahlen zur Durchimpfung und zur Zahnkaries. Die Durchimpfungsrate ist im Kanton Basel-Landschaft deutlich gestiegen. Unter anderem weil das Ziel der Durchimpfung bei Masern jedoch noch nicht erreicht worden ist, erfasste im Frühling 2008 die Masernwelle die Baselbieter Kinder besonders stark. Hier besteht Handlungsbedarf. Eine weitere Erfolgsstory ist die Abnahme der Zahnkaries. Besonders erfreut, dass sie auch bei den Kindern mit ausländischem Pass auf dem Rückzug ist. Prophylaxe in den Schulen und die zuckerfreien Zwischenmahlzeiten tragen eindeutig zu diesem guten Befund bei.

Die Resultate dieser Studien machen deutlich, dass der Kanton mit den Schwerpunktprogrammen der Gesundheitsförderung, nämlich „Gesundes Körpergewicht“, „Gesundheit junger Menschen“, „Gesunder Lebensanfang“ und „Suchtprävention“, richtig gewählt hat. Regierungsrat  Peter Zwick, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion,  und Irène Renz, Leiterin der Gesundheitsförderung Baselland, sind überzeugt, dass sie in ein paar Jahren erste Resultate dieser Programme aufzeigen können.

Die Gesundheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen
Hrsg. von der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Kanton Basel-Landschaft
Die Broschüre wird gratis abgegeben.

Die Gesundheit der Baselbieter Kinder und Jugendlichen , 92 Seiten [PDF; 3 MB]
>>> Weitere Infos

Bestellung:
Gesundheitsförderung Baselland, Postfach, 4410 Liestal
gesundheitsfoerderung@bl.ch ; Fax; 061 552 69 34
www.gesundheitsfoerderung.bl.ch

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Informationsdienst

Weitere Auskünfte:
Irène Renz, Leiterin Gesundheitsförderung Baselland, Tel. 061 552 62 86

Liestal, 7. November 2008

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