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Wichtiger Schutz von Wald und Wasser

18.03.2016
Der Internationale Tag des Waldes vom 21. März thematisiert dieses Jahr den engen Zusammenhang von Wald und Wasser. Der Aktionstag in Basel am 18. März zeigt, wie wichtig der Schutz der Ressourcen Wald und Wasser ist. Die ganze Region profitiert von einwandfreiem Trinkwasser, das auf natürliche Art und Weise durch den Waldboden gereinigt wird.

In den Langen Erlen, wo viele Baslerinnen und Basler sich erholen, joggen, bräteln, Hunde ausführen und sich über Waldpflanzen freuen, wird rund die Hälfte des städtischen Trinkwassers produziert. Seit rund 80 Jahren reichert IWB in den Langen Erlen über die Wässerstellen das Grundwasser an. Dieses wird gefasst, über einen Aktivkohlefilter geleitet, mit UV-Licht desinfiziert und dann in die Reservoire und Haushalte gepumpt. Damit die hohe Qualität des Trinkwassers erhalten bleibt und die intensive Erholungsnutzung im gleichen Wald möglich ist, sind eine gute Planung und das Zusammenspiel verschiedener Akteure unabdingbar. Die unterschiedlichen Ansprüche zu regeln und den Schutz der natürlichen Ressourcen zu gewährleisten ist eine wichtige Aufgabe.

Basel mit früher Vorreiterrolle
Die Region Basel hat damit seit Jahrhunderten Erfahrung: Im 18. Jahrhundert war Holz unentbehrlich. Man nutzte den nachwachsenden Rohstoff aus den Wäldern zum Heizen, Bauen und in der Köhlerei. Auch die Wassernutzung für Eisenwerke und Handwerkbetriebe sowie für den Transport des Holzes trug wesentlich zum Aufschwung der Region bei. Doch die zunehmend entwaldete Landschaft führte zu Holznot und Wassermangel in der Birs. Deshalb erliess der Bischof von Basel 1755 die „Hochfürstlich-Baselsche Wald- und Forst-Policey Ordnung“, die eine nachhaltige Waldbewirtschaftung anstrebte. Damit war Basel Vorreiter und prägte spätere Forstordnungen in der Schweiz. Zudem wurde ein Forstamt für die Wälder des Bistums Basel geschaffen. Das erste nationale Forstpolizeigesetz trat 1876 in Kraft.

Nachhaltige Nutzung heisst vorausschauend handeln
Auch zukünftige Generationen sollen stadtnahe Wälder und natürliche Trinkwasseraufbereitung nutzen können. Dafür ist heute vorausschauendes Handeln notwendig. Es gilt beispielsweise Baumarten wie Eichen, Buchen und Weisstannen zu fördern, die sich den veränderten Bedingungen durch den Klimawandel anpassen können. Auch mögliche Nutzungskonflikte müssen frühzeitig erkannt werden, damit sie konstruktiv und unter Einbezug der verschiedenen Akteure gelöst werden können. Das alles geschieht nicht von alleine. Die Koordination der Ansprüche ist Kernaufgabe und Kompetenz des Amts für Wald beider Basel.

Der Aktionstag zum Internationalen Tag des Wassers findet am Freitag 18. März statt. Regierungsrat Christoph Brutschin, Kantonsforstingenieur Ueli Meier und der Leiter der IWB- Wasserproduktion Thomas Meier erläutern den engen Zusammenhang von Wasser und Wald für die Region Basel.

Internationaler Tag des Waldes 2016
Dieses Jahr feiern die Vereinten Nationen (UN) die Internationalen Tage des Waldes (21. März) und des Wassers (22. März) gemeinsam unter dem Motto „Forests need Water – Water needs Forest“. Auf nationaler Ebene setzt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) das Thema «Wald und Wasser in der Schweiz: Ressourcen nutzen und schützen» um.
www.fao.org/forestry
www.bafu.admin.ch/wald -> Politik des Bundes -> Internationaler Tag des Waldes

ITW-Aktionstage
18. März, 10.30 – ca. 16 Uhr Vreneli-Brunnen, Claraplatz, Basel
21. März, 10.00 – ca. 16 Uhr Stedtli-Brunnen, Liestal
An den beiden Aktionstagen an städtischen Brunnen weist das Amt für Wald beider Basel auf den engen Zusammenhang von Wald und Trinkwasser hin. Waldböden sind in der ganzen Region wichtige Reinigungsfilter für Niederschlags- und Rheinwasser, das später zu Trinkwasser wird.
Passantinnen und Passanten kommen durch einen „Wald“ an den Brunnen und können sich dort Wasser in ein Fläschchen abfüllen. Auf der Etikette erfahren sie mehr zur Herstellung ihres Trinkwassers.

Amt für Wald beider Basel

Weitere Informationen.

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