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Waldentwicklungsplanung Liestal und Umgebung

02.04.2014
Sei es als Lebensraum, Erholungsgebiet, Wirtschaftsraum oder als Schutz vor Naturgefahren – das System „Wald“ muss für die heutigen wie auch für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Dafür erarbeitet das Amt für Wald unter Einbezug der Gemeinden, Waldeigentümer und interessierter Kreise einen Waldentwicklungsplan für Liestal und Umgebung.

Der Waldentwicklungsplan (WEP) Liestal und Umgebung umfasst den Perimeter der Gemeinden Liestal, Lausen, Augst, Arisdorf, Hersberg, Füllinsdorf und Giebenach mit insgesamt 1900 Hektaren Wald. Er betrifft alle Waldflächen, unabhängig vom Eigentum. Das WEP-Gebiet weist mit 44 Prozent eine überdurchschnittliche Bewaldung auf (Kanton BL 40 Prozent). Die Waldflächen dienen nicht ausschliesslich der Holzproduktion, sondern zu einem grossen Teil bereits der Erholung und dem Naturschutz und dem Schutz von Siedlungen und Infrastruktur vor Naturgefahren. Um diese Anliegen alle unter einen Hut zu bringen, ist es wichtig, dass sämtliche Interessen gleichwertig eingebracht, gewichtet und schliesslich priorisiert werden können.

Wie kann ich meine Anliegen einbringen?
Mit der Information der Gemeindebehörden ist anfangs Jahr der offizielle Startschuss gefallen. Mit dem  Erfassen der Interessen an den Wald wird in diesen Tagen begonnen. Dazu werden lokale Organisationen und Interessengruppen eingeladen, die mit dem Wald zu tun haben. Alle Teilnehmenden können ihre Anregungen, Ideen und allfällige Probleme, die den Wald betreffen, einbringen. Die Interessen werden eingearbeitet und aufeinander abgestimmt.

Falls auch Sie Anliegen und Anregungen zum Wald in Ihrer Gemeinde im Perimeter des Waldentwicklungsplanes haben, gibt Ihnen das Amt für Wald beider Basel, Kreisforstingenieur Ernst Spahr, gerne Auskunft (Telefon 061 552 56 52), wie Sie sich an der Waldentwicklungsplanung beteiligen können.

Kontrollstichproben in den Wäldern des WEP
Im Rahmen der Waldentwicklungsplanung werden in den Waldungen der involvierten Gemeinden Kontrollstichproben aufgenommen. Zu diesem Zweck werden im Wald alle 100 mal 200 Meter Stichproben gesetzt und zwei bis drei Bäume am Stammfuss blau markiert, damit dieser Punkt in 15 Jahren wiederaufgefunden werden kann. Auf einer Fläche von drei Aren um diesen Punkt werden nun die Bäume mittels verschiedener Kriterien erfasst. Das erlaubt dem Amt für Wald beider Basel Aussagen über die Baumartenzusammensetzung, die Stammzahlverteilung, das Holzvolumen und weitere Kenngrössen zu machen. Diese Ergebnisse sind für die Planung und Kontrolle der Nachhaltigkeit der der Waldbewirtschaftung unerlässlich. Die Aufnahmen sind bis im April 2014 abgeschlossen.

Wie geht es weiter?
Die vielfältigen vorhandenen Grundlagen, wie Inventare und raumplanerische Vorgaben, werden analysiert und zusammen mit den breit erfassten Anliegen der interessierten Kreise und unter Berücksichtigung der vorhandenen Rechtsgrundlagen zu einem ersten Entwurf des WEP verarbeitet. Dieser wird voraussichtlich im ersten Quartal 2015 veröffentlicht. Die Allgemeinheit kann den Entwurf einsehen und Stellung dazu nehmen.. Das Ergebnis des Planungsprozesses wird vom Regierungsrat für die kommenden 15 Jahre genehmigt. Der Waldentwicklungsplan dient während dieser Zeit als Leitlinie für das Wirken im Wald und soll die Entwicklung des Waldes nachhaltig lenken.


Kurzversion:

Waldentwicklungsplanung Liestal und Umgebung
Sei es als Lebensraum, Erholungsgebiet, Wirtschaftsraum oder als Schutz vor Naturgefahren – das System „Wald“ muss für die heutigen wie auch für die zukünftigen Generationen erhalten bleiben. Dafür erarbeitet das Amt für Wald unter Einbezug der Gemeinden, Waldeigentümer und interessierter Kreise einen Waldentwicklungsplan für Liestal und Umgebung.

Die Ansprüche an den Wald haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen und müssen
aufeinander abgestimmt werden. Die Waldentwicklungsplanung, die vom Amt für Wald beider
Basel gemeinsam mit den betroffenen sieben Gemeinden Liestal, Lausen, Arisdorf, Augst, Füllinsdorf, Giebenach und Hersberg erarbeitet wird, umfasst total 1900 Hektaren Wald. In mehreren Planungsschritten und einem breit abgestützten Mitwirkungsprozess werden die forstlichen Grundlagen sowie Bedürfnisse an den Wald erfasst und aufeinander abgestimmt. Dabei stehen die Holzproduktion, der Naturschutz, der Schutz vor Naturgefahren wie auch Sport- und Erholungsanliegen im Fokus der Arbeiten.

Der Waldentwicklungsplan wird vom Regierungsrat in Kraft gesetzt und dient während 15-20 Jahren als Leitlinie für das Wirken im Wald und soll die Entwicklung des Waldes nachhaltig lenken.

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