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Vorsicht - die Eichenprozessionsspinner sind wieder aktiv

25.05.2018 14:08

In Wald und Gärten sind in diesem Jahr viele Gespinste von verschiedenen Insektenarten zu entdecken. Nur von einer dieser Raupenarten geht für die Menschen eine Gefahr aus: der Eichenprozessionsspinner. Gespinst und Raupe des Eichenprozessionsspinners sind leicht erkennbar. Und mit einigen einfachen Vorsichtsmassnahmen lässt sich eine Gefährdung vermeiden. Für die Bäume und Sträucher sind dieses Gespinste und die Raupen unbedenklich. Die kahlgefressenen Zweige schlagen wieder aus.

Die mit Brennhaaren versehenen Raupen des Eichenprozessionsspinners bauen dieses Jahr wieder vermehrt ihre grossen Gespinstnester an Stamm und dicken Ästen ausschliesslich von Eichen. Bereits wurden einige im unteren Baselbiet und in Basel-Stadt gesichtet. Nun heisst es wieder aufpassen, damit man nicht mit den Brennhaaren der Raupe in Berührung kommt. Alle anderen Gespinste, die derzeit in Wäldern und Gärten angetroffen werden, sind für Menschen unbedenklich.

Beim Eichenprozessionsspinner ist allerdings Vorsicht geboten. Gespinst und Raupen sind aber gut zu erkennen. Die Raupen bevorzugen frei oder sonnig stehende Eichen. Sie sind darum vor allem am Waldrand oder in Pärken, Schwimmbädern und Gärten. Die Raupen ernähren sich nachts von den frisch ausgetriebenen, jungen Eichenblättern. Tagsüber kehren sie in ihre Gespinstnester am Stamm oder auf der Unterseite von dicken Ästen zurück. Bei Kontakt mit den Raupen oder den Nestern können die Brennhaare nesselartige Entzündungen hervorrufen und Atembeschwerden verursachen.

Wichtigste Vorsichtsmassnahmen
- Wenn die wichtigsten Vorsichtsmassnahmen berücksichtigt werden, können gesundheitliche Probleme weitgehend vermieden werden:
- Vorsicht in der Nähe von Eichen – befallene Bäume und deren Umgebung grundsätzlich meiden
- Raupen und Gespinste nicht berühren
- Auch verlassene Nester nicht berühren, da sich darin noch immer abgebrochene Brennhaare befinden können
- Falls doch ein Kontakt stattgefunden hat, sofort duschen, Haare waschen und Kleider wechseln
- Bei Auftreten starker allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Patient sollte dabei auf den Kontakt mit den Raupenhaaren hinweisen.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine einheimische Schmetterlingsart und gehört zum natürlichen Ökosystem Wald. Infolge der milden Winter und der wärmeren Witterung trat die Raupenart in den vergangenen Jahren vermehrt in Gebieten auf, die bis vor wenigen Jahren noch verschont geblieben waren. Es ist unmöglich, diese Schmetterlingsart generell zu bekämpfen. Vielmehr werden wir den richtigen Umgang mit den lästigen Plagegeistern lernen müssen. Vergleichbar mit Wespen, anderen stechenden Insekten oder giftigen Pflanzen, Pilzen und Beeren, mit denen man ja ganz alltäglich zu leben gelernt hat, muss auch diese natürliche Begebenheit akzeptiert und verinnerlicht werden.

Merkblatt der der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

 

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