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Umsiedlung der Kreuzkröten nach „Klingenthal-Lachmatt“ ist abgeschlossen

03.07.2018 08:24
Bild Legende:
Der Star des Tages: eine Kreuzkröte aus dem Gebiet „Klingenthal-Lachmatt“ in Muttenz / Pratteln.

Mit dem Regionalplan Siedlung im Jahre 2001 wurde das Gebiet Salina Raurica mit dem Gebiet „Zurlindengrube“ offiziell zu einem gewerblich-industriellen Wertgebiet erklärt. Im Mai 2007 bewilligte der Landrat einen Verpflichtungskredit für die Schaffung des Ersatzstandortes im „Klingenthal-Lachmatt“ in Muttenz / Pratteln und die anschliessende Umsiedlung der Amphibienpopulationen. Das Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen.

Nach der Aufgabe der Abbautätigkeit im Gebiet der „Zurlindengrube“ in Pratteln entwickelte sich der Standort zu einem bedeutenden Amphibienlebensraum. Das Areal wurde 1994 provisorisch in das Inventar der Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung aufgenommen. Mit dem Regionalplan Siedlung im Jahre 2001 wurde das Gebiet Salina Raurica, in dem auch das Gebiet „Zurlindengrube“ lag, offiziell zu einem gewerblich-industriellen Wertgebiet erklärt. Eine dauerhafte Unterschutzstellung des Gebietes „Zurlindengrube“ hätte einen erheblichen Wertverlust mit sich gebracht, da eine Überbauung des Areals und der näheren Umgebung verunmöglicht würde. Um den wertvollen Lebensraum zu erhalten und das Gebiet trotzdem entwickeln zu können wurde eine Verlegung des Amphibienstandortes erwogen. In der Folge evaluierte der Kanton mehrere Standorte. Im Mai 2007 bewilligte der Landrat einen Verpflichtungskredit für die Schaffung des Ersatzstandortes im „Klingenthal-Lachmatt“ in Muttenz/Pratteln und die anschliessende Umsiedlung der Amphibienpopulationen.

Bereits im Jahre 2011 wurden erste Umsiedelungen aus der „Zurlindengrube“ getätigt. Erst wurden nur Kaulquappen gefangen und im Gebiet „Klingenthal“ in die Laichgewässer ausgesetzt. Im Jahr 2012 wurden dann Kaulquappen und Laichschnüre umgesiedelt und 2013 und 2014 fanden Umsiedelungen der adulten Kreuzkröten statt. Insgesamt konnten so ungefähr 100 Laichschnüre, 10‘000 Larven und 330 Jung- und Adultkröten umgesiedelt werden. Die Umsiedelungen wurden wissenschaftlich begleitet.

Die Umsiedlung der Kreuzkröten zum Ersatzstandort im „Klingenthal-Lachmatt“ in Muttenz konnte erfolgreich ausgeführt werden. Der neu geschaffene Lebensraum umfasst aktuell 22 Hektaren mit 15 Laichgewässer. Weitere Flächen müssen nach dem Abbau des Graukieses und der nachfolgenden Auffüllung als Kreuzkrötenlebensraum aufgewertet werden. Durch weitsichtige Planung sowie Synergien mit anderen Grossbaustellen, konnten grosse Einsparungen realisiert werden. So beträgt die Gesamtbelastung mit rund einer Million Franken über 1,5 Millionen Franken weniger als geplant. Das Projekt ist aus fachlicher, finanzieller sowie aus gesetzlicher Perspektive erfolgreich abgeschlossen.

 

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