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Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie im Kanton Basel- Landschaft

20.09.2017 17:35
An der 5. Alterstagung, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt Demenz, stellte das Amt für Gesundheit die Stossrichtung und geplante Massnahmen zur Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie im Kanton Basel-Landschaft vor.
 
Bereits heute sind im Kanton Baselland so viele Menschen an Demenz erkrankt, wie die Stadt Laufen Einwohner hat (5600). Die Tendenz ist steigend, was auf demographische Gründe zurückzuführen ist, wie Regierungsrat Thomas Weber zu Beginn der Tagung erläutert. Im Zuge der nationalen Demenzstrategie, die 2014 verabschiedet worden ist, arbeitet der Kanton nun konkret daran, wie die Lebensqualität von demenzkranken Personen verbessert werden kann. Eine in allen Gemeinden des Baselbietes durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass zwar den Betroffenen bereits jetzt durch Spitäler, Altersheime und durch die Spitex Betreuungs- und Pflegeangebote zur Verfügung stehen, die ihren spezifischen Bedürfnisse angepasst sind – jedoch nicht immer flächendeckend. Da Demenz zur Folge hat, dass die Betroffenen Unterstützung in fast allen Lebensbereichen brauchen, geschieht die Betreuung oftmals durch Angehörige. Diese sind aufgrund der enormen psychischen Belastungen auf Beratung und Unterstützung angewiesen, um diese Herausforderung bewältigen zu können
 
Geplante Massnahmen
Als geplante Massnahmen sind daher ab dem Jahr 2018 Leistungsvereinbarungen mit der Alzheimervereinigung beider Basel und dem Netzwerk Demenz beider Basel vorgesehen. Die Alzheimervereinigung beider Basel hat einen ihrer Schwerpunkte in der Beratung und Unterstützung der von Demenz betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen, wohingegen der Fokus des Netzwerks Demenz darauf gerichtet ist, einen Wissens- und Erfahrungsaustausch den leistungserbringenden Organisationen anzubieten und längerfristig aufrechtzuerhalten und auszubauen. Sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Alltagswissen sollen dabei Eingang finden.
Diese beiden Massnahmen sind bereits mit dem Kanton Basel-Stadt koordiniert erfolgt, da sich Stadt und Landschaft bei der Umsetzung der Demenzstrategie auf ein bikantonales Vorgehen geeinigt haben.
 
Aktives Mitwirken der Teilnehmenden
Im aktiven Mitwirkungsteil wurde von Tagungsteilnehmenden unter anderem eingebracht, dass für an Demenz erkrankte Personen noch mehr Tages- und Nachtstätten gewünscht werden – auch um die Angehörigen noch besser entlasten zu können und dadurch ihr Engagement noch dauerhafter aufrecht zu erhalten. Auch beschäftigte die Frage, wie pflegende Angehörige finanziell unterstützt werden sollen, insbesondere wenn das Arbeitspensum verkleinert werden muss und dadurch AHV- und Pensionskassenausfälle entstehen.
Diese und weitere Impulse werden nun vom Amt für Gesundheit aufgenommen und gemeinsam mit dem Runden Tisch für Altersfragen weiter bearbeitet.

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