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Trinkwasser aus der Hard ist wieder einwandfrei

06.05.2008

Das von der Hardwasser AG abgegebene Trinkwasser ist qualitativ wieder in einwandfreiem Zustand. Die von den Industriellen Werken Basel (IWB) im Lauf des Monats März in Betrieb genommene Aktivkohlefilter-Anlage in den Langen Erlen hält die im Dezember 2007 entdeckten Verunreinigungen durch chlorierte Butadiene vollständig zurück. Dies ist das positive Fazit einer Informationsveranstaltung, zu der gestern Regierungsrat Peter Zwick, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Vertreterinnen und Vertreter aller Landratsfraktionen sowie weitere direkt interessierte Personen eingeladen hatte.



Im Dezember 2007 stellte das Kantonale Laboratorium Basel-Landschaft im Trinkwasser aus dem Hardwald für die Stoffgruppe der chlorierten Butadiene erstmals eine Überschreitung des sogenannten TTC-Wertes fest (TTC: Threshold of Toxicological Concern = toxikologisch relevanter Gehalt) und verfügte darauf sofort vorsorgliche Massnahmen - u.a. die Inbetriebnahme eines Aktivkohlefilters. An der gestrigen Info-Veranstaltung erläuterte Kantonschemiker Peter Wenk nun die Ergebnisse der verschiedenen Messkampagnen, die in der Zwischenzeit durchgeführt worden waren: Der TTC-Wert von 75 Nanogramm pro Liter wurde danach bei verschiedenen Brunnen und auch im Mischwasser der Hard häufig überschritten. Der höchste gemessene Wert bei einem Einzelbrunnen betrug 210 ng/L und im Mischwasser 190 ng/L. Die Messresultate wurden den Teilnehmenden an der Veranstaltung abgegeben; die Daten sollen in den nächsten Tagen auch auf der Homepage der Hardwasser AG publiziert werden.
Vom Bundesamt für Gesundheit referierte am gestrigen Anlass Toxikologe Beat Brüschweiler. Er zeigte auf, wie aufwändig und komplex sich die toxikologische Bewertung der Vielzahl von im Trinkwasser aufgefundenen Substanzen gestaltet - insbesondere wenn es sich wie bei der Gruppe der Chlorbutadiene um Stoffe handelt, über deren Giftigkeit nur wenig bis gar nichts bekannt ist. In solchen Fällen wird der bereits erwähnte TTC-Wert zu Hilfe gezogen - ein extrem tief angesetzter Sicherheits- bzw. Vorsorgewert, der Gewähr dafür bieten soll, dass die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigt wird. Die Toxizität dieser Stoffgruppe wird nun im Auftrag der Hardwasser AG genauer unter die Lupe genommen.
Die gute Botschaft für alle Konsumentinnen und Konsumenten von Hard-Trinkwasser überbrachte Richard Wülser von den Industriellen Werken Basel. Die im Lauf des Monats März nach intensiven Vorarbeiten und Tests in Betrieb genommene Aktivkohlefilteranlage in den Langen Erlen erfüllt alle Erwartungen: Die Messungen nach dem Filter zeigen, dass die zuvor im Spurenbereich festgestellten Verunreinigungen durch chlorierte Butadiene vollständig aus dem Trinkwasser eliminiert werden. Die Filteranlage der IWB verfügt über eine Tageskapazität von 115'000 Kubikmetern; damit kann der Tagesbedarf in der von den IWB zu versorgenden Region im Normalfall - mit Ausnahme einiger Spitzentage im Hochsommer - gedeckt werden.
Die in den Langen Erlen wieder in Betrieb genommene Filteranlage stellt allerdings nur eine provisorische Lösung dar. Wie Wolfgang Märki gestern ausführte, ist die Hardwasser AG zur Zeit daran, mit Hochdruck die Planung und Realisierung einer eigenen Aufbereitungsanlage im Gebiet des Hardwaldes voranzutreiben. Im Jahr 2009 soll mit dem Bau begonnen werden, so dass die Anlage 2010 in Betrieb gehen könnte.
Liestal, 6. Mai 2008
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion
Informationsdienst
Weitere Auskünfte:
Dr. Peter Wenk, Kantonschemiker Basel-Landschaft, Telefon 061 906 64 64

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