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Tödliche Pilzerkrankung: Krebspest in der Lützel nachgewiesen

15.07.2013
Nachdem im Juni im Birsig die Krebspest bei Signakrebsen nachgewiesen worden war, ging eine Meldung ein, dass in der Lützel mehrere hundert tote einheimische Krebse festgestellt worden sind.

Die Untersuchung der toten Dohlenkrebse ergab, dass diese an Krebspest eingegangen sind. Die Krebspest ist eine akut verlaufende Pilzerkrankung durch den Pilz Oomoycet Aphanomyces astaci und endet bei einheimischen Krebsen fast immer tödlich. Die Krebspopulation in der Lützel ist fast zu hundert Prozent tot.

Die Dohlenkrebspopulation in der Lützel ist von nationaler Bedeutung. Die Abklärungen durch den Kanton Jura und den Kanton Basel-Landschaft haben bis jetzt noch keinen direkten Nachweis von amerikanischen Krebsen erbracht. Diese Krebse sind Träger des Krankheitserregers, ohne dass er selber daran erkrankt.

Befallene einheimische Krebse sind auffallend matt. Aus dem Wasser gehobene Tiere lassen ihre Scheren hängen und zeigen keine Abwehr. Erkrankte Tiere sind auch bei Tag im Gewässer sichtbar.

Die Bekämpfungsmassnahme ist auf das ganze Wassereinzugsgebiet der Lützel  auszurichten und beinhaltet einerseits ein Verbot, Krebse in und aus dem Sperrgebiet auszubringen und andererseits dürfen Fischer ihre Angelruten, Stiefel und andere Utensilien in und an der Lützel und in anderen Gewässern nur verwenden, wenn diese vorher desinfiziert worden sind. Die Krebspest ist für den Menschen ungefährlich.

Für den Kanton Jura drängen sich keine besonderen Massnahmen auf, da in dessen Einzugsgebiet die Lützel nicht befischt wird, der Kanton Solothurn nimmt zum jetzigen Zeitpunkt Abstand von Massnahmen.

Weitere Untersuchungen an der Birs sind im Gange.
 
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

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