Spitalliste des Kantons Basel‑Landschaft

19.12.2011
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat die Spitalliste für 2012 beschlossen. Allen Basellandschaftlichen Spitälern wurde ein Leistungsauftrag zugeteilt, der den schon bisher erbrachten Leistungen entspricht.
 

1.        Planungs-Grundlagen

Das Krankenversicherungsgesetz verlangt in Art 39, dass die Spitallisten der Kantone „nach Leistungsaufträgen in Kategorien gegliedert“ sein müssen. Die Spitalplanung muss zudem "bedarfsgerecht" erfolgen, was die Erteilung von Leistungsaufträgen über den nachgewiesenen Bedarf hinaus unzulässig werden lässt.
Der Regierungsrat hat mit seiner Spitalliste jedem Spital, das schon bisher einen bedeutenden Anteil an der Spitalversorgung der Einwohner von Baselland geleistet hat, einen Leistungsauftrag zugeteilt. Diese Leistungsaufträge sind in „Leistungsgruppen“ gegliedert.
Die Planung basiert auf der Behandlungsstatistik von 2009 und 2010. In jeder Leistungsgruppe wurde ausgezählt, wie viele BL-Patienten in Spitälern des Kantons Basel-Landschaft und wie viele in ausserkantonalen Institutionen behandelt worden waren. Das innerkantonale Spitalangebot wurde als genügend für die Abdeckung des "Bedarfs" angesehen, wenn mehr als 90% der Behandlungen im Kanton BL selbst erfolgten. War dies nicht der Fall, so wurde einem oder mehreren ausserkantonalen Spitälern ein Leistungsauftrag zugeteilt.
 

2.        Basellandschaftliche Spitäler mit Leistungsauftrag

 

3.        Berücksichtigte ausserkantonale Spitäler

 

4.        Leistungsauftrag für das Universitätsspital Basel

Dem Universitätsspital wurden Leistungsaufträge für sämtliche Bereiche der hochspezialisierten Medizin zugeteilt (z.B. Transplantationen, Behandlung von Schädel-Hirn-Verletzungen), sowie für alle zentrumsmedizinischen Bereiche, die das Universitätsspital abdecken kann (z.B. Neurochirurgie, Dermatologie). Zahlreiche Bereiche, in denen bisher eine individuelle Kostengutsprache notwendig war, sind aufgrund der neuen Regeln einer vollen Leistungspflicht des Kantons unterstellt. Kein Leistungsbereich wurde eingeschränkt.

 

5.        Finanzieller Beitrag des Kantons Basel-Landschaft an ausserkantonale Behandlungen

Wenn sich Patienten mit Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft in ausserkantonalen Spitälern behandeln lassen, leistet der Kanton einen Beitrag. Die maximale Abgeltung richtet sich nach der "Referenztaxe BL". Diese wird von der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion festgelegt. Der Beitrag wird auch bezahlt, wenn die Behandlung im Kanton BL selbst erbracht werden könnte.
Liegt der Tarif des gewählten Spitals (Base-Rate) über dem Referenztarif BL, so entstehen für die Patienten kleine Restkosten, die sie selbst tragen müssen, falls keine Zusatzversicherung leistungspflichtig ist.
Wenn eine Behandlung aus medizinischen Gründen ausserkantonal erfolgt oder das gewählte ausserkantonale Spital durch die Spitalliste für die betreffende Leistung einen Versorgungs-Auftrag erhalten hat, teilen sich Krankenkasse und Wohnkanton die Kosten nach dem vom Standortkanton genehmigten Tarif.
 
> vg. Chronologische Gesetzessammlung
 
Auskünfte:
Dr. D. Schorr, Kantonsarzt, Tel.: 061 552 59 10, Email: [email protected]