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Sanierung Schutzwald Angenstein – Erfolg für die erste Etappe

06.02.2009

Schneller als erwartet konnten die aufwändigen Massnahmen für die erste Etappe der Sanierungsmassnahmen im Schutzwald Angenstein oberhalb der H18 abgeschlossen werden. Ab Samstag wird es deshalb nur noch in Ausnahmefällen zu kurzfristigen Beschränkungen des Verkehrs kommen. Die herausforderdernden Arbeiten konnten unfallfrei durchgeführt und längere Staus vermieden werden.



Zügig und unfallfrei
Die Holzereiarbeiten und damit die erste Etappe auf dem Weg zu einem funktio­nierenden Schutzwald oberhalb der H18 stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Freitag­abend - eine Woche früher als eingeplant - wurden jene Arbeiten abgeschlossen werden, die Sperrungen der wichtigen Strassenverbindung vom und ins Laufental erforderten. Ideales Wetter, wenig unliebsame Überraschungen oder technische Schwierigkeiten sowie qualifiziertes und motiviertes Personal, das waren  die "günsti­gen Faktoren", die zu diesem positiven Ergebnis geführt haben. Dahinter steckt auch grosse körperliche Anstengung und psychische Belastung für das eingesetzte Personal. Alle  zu fällenden Bäumemussten mit dem Stahlseil gesichert werden. Jeder Schritt im steilen Gelände konnte Steine ins Rutschen bringen. Und das Mit- und Nebeneinander mehrerer Equipen erforderte besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme. Erleichtert kann festgehalten werden, das die Arbeiten bisher unfallfrei verliefen.
  
Kaum Verkehrsprobleme
Ganz offensichtlich bewährt hat sich das durch das Tiefbauamt in Absprache mit dem Revierförster ausgearbeitete Verkehrsregime. Die zentrale Vorgabe, den Verkehr imFluss zu halten, konnte mit wenigen Ausnahmen erreicht werden. Zu längeren Staus kam es aufgrund der Arbeiten nur am Wochenende. Die meisten Lenkerinnen und Lenker haben die kurzen Wartezeiten mit Vereständnis  hingenommen. Dafür gebührt ihnen ein herzliches Dankeschön. Ausnahmen bestätigten allerdings auch hier die Regel. 
  
Sicherheit hat ihre "Schatten"seiten
Der massive Eingriff hat  deutliche Spuren hinterlassen. Was noch vor wenigen Wochen als Wald erkennbar war, liegt nun am Boden. Dieses massive Zeichen menschlicher Tätigkeit, dieser Ausdruck auch der Prioritätensetzung zugunsten des Verkehrs wird nicht von allen Leuten verstanden. Die "Baustelle" wird beim Ausbruch des Laubes noch deutlicher  zu erkennen sein und als Zerstörung der Natur empfunden. Immerhin wird das viele Licht günstige Voraussetzungen schaffen, dass sich die Verjüngung sehr schnell entwickelt. In zwei, drei Jahren werden junge Bäume und Sträucher die jetzt sichtbaren Stöcke und Stämme verdecken, die "Wunde geheiltt" haben.
  
Abschlussarbeiten und Ausblick
Mit dem Fällen der letzten Bäume sind die gesteckten Ziele für die Fläche unmittel­bar über der Strasse weitgehend erreicht. Sämtliche verkehrsgefärdenden Stämme und Stöcke sind entfernt oder gesichert, loses Gestein wurde weggeräumt. Die auf der Fläche verbliebenen Stämme dienen als vorübergehender Steinschlagschutz. Kontrollen werden zeigen, ob der so erzielte Schutz genügt oder ob ergänzende technische Massnahmen notwendig sind.
   
Einzelne Nachbesserungen beinträchtigen den Verkehr nicht mehr. Und auch wäh­rend der Arbeiten, die nächsten Woche hinter den Häusern fortgesetzt werden, muss die Strasse - wenn überhaupt -  nur in Ausnahmefällen und sehr kurz gesperrt wer­den werden. Für die Autofahrinnen und Autofahrer dürfte das forstliche Kapitel "Angenstein" deshalb bis auf weiteres abgeschlossen sein. Für die Waldfachleute geht die Geschichte weiter. Nur eine kontinuierliche Pflege garantiert, dass sich der Jungwald in Richtung eines wirkungsvollen Schutzwaldes entwickelt. Ziel ist ein (=Wort nicht bekannt) stabiler Wald mit Baumarten, die Rindenverletzungen durch fallende Steine erdulden. In 20 bis 25 Jahren wird es soweit sein.
  
PS: Fotos sind auf Anfrage beim Amt für Wald erhältlich
  
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Informationsdienst
  
Weitere Auskünfte:
Strassen:  Christian Scholer, Leiter Geschäftsbereich Kantonsstrassen, Tiefbauamt. Telefon 061 552 54 61
Wald: Ueli Meier, Kantonsforstingenieur, Amt für Wald beider Basel, Telefon 061 552 56 51

Weitere Informationen.

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