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Psychiatriefachleute tagen in Liestal

22.10.2009
Rund 140 Fachleute aus der ganzen Schweiz haben an einem Symposium in Liestal über Entwicklung und Perspektiven der psychiatrischen Versorgung diskutiert. Anlass des Kongresses ist das 30-Jahre-Jubiläum der Externen Psychiatrischen Dienste Basel-Landschaft, die jährlich rund 3'000 Patientinnen und Patienten betreuen.

Die Zahl der Patientinnen und Patienten der Kantonalen Psychiatrischen Klinik in Liestal steige immer noch, sagte Direktor Hans-Peter Ulmann an einem Psychiatrie-Symposium zum 30-Jahre-Jubiläum der Externen Psychiatrischen Dienste Basel-Landschaft (EPD) in Liestal. Die EPD entlasteten jedoch die Klinik, denn zwei Drittel aller erwachsenen Patienten der Kantonalen Psychiatrischen Dienste werden ambulant durch die EPD betreut.

Die Externen Psychiatrischen Dienste könnten heute, 30 Jahre nach ihrer Gründung, eine breite und qualitativ hoch stehende ambulante und teilstationäre Versorgung anbieten, sagte EPD-Chefarzt Alexander Zimmer vor den rund 140 Psychiatern, Psychologen und weiteren Fachleuten aus der ganzen Schweiz. In den EPD besetzen derzeit 88 Personen rund 60 Vollzeitstellen. Im letzten Jahr wurden rund 3000 Patientinnen und Patienten mit rund 22'000 Konsultationen behandelt.

Lücken in der Versorgung
Alexander Zimmer erläuterte, wie die psychiatrische Versorgung durch den Kanton in den nächsten Jahren weiter verbessert werden soll. So sollen durch die Integration von psychiatrischem Fachpersonal der EPD in die Kantonsspitäler die häufigen psychischen Erkrankungen von körperlich kranken Menschen früher erkannt und bereits im Spital behandelt werden. Ebenso werde die psychiatrische Tagesversorgung mit derzeit 45 Tagesklinikplätzen ausgebaut und verbessert.

Im Zentrum der Entwickung steht laut Alexander Zimmer die Alterpsychiatrie. Hier müssten Patientinnen und Patienten vermehrt auch in ihrem Wohnumfeld abgeklärt und behandelt werden können. "Dadurch können wir in Zusammenarbeit mit Spitex, Hausärzten und anderen Fachleuten ermöglichen, dass der Hilfesuchende möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben kann.

Impulse für Innovation und Erneuerung
Regierungspräsident Urs Wüthrich überbrachte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Grüsse des Regierungsrates. Er erhoffe sich von der Tagung wertvolle Impulse für Innovation und Erneuerung in der psychiatrischen Versorgung. Das Symposium trage dazu bei, den politischen Rückhalt für die Arbeit der Externen Psychiatrischen Dienste zu stärken und fördere Verständnis und Toleranz der Bevölkerung gegenüber Menschen, die auf die Betreuung, Unterstützung und Begleitung im Rahmen des psychiatrischen Netzwerks angewiesen seien. "Es freut mich und es ehrt Sie, dass Sie den runden Geburtstag als Anlass zum Nachdenken und Diskutieren nutzen und das Feiern in engen Grenzen halten", sagte Urs Wüthrich weiter.

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Informationsdienst

Auskünfte:
Dominique Ehrsam, Kantonale Psychiatrische Dienste, Liestal, Telefon 061 927 70 22

Liestal, 22. Oktober 2009

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