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Miteinander zum Ziel - Abschlussanlass WEP Liestal und Umgebung

11.03.2016
Gestern Donnerstagabend, 10. März 2016, fand der Abschlussanlass des Waldentwicklungsplans (WEP) Liestal und Umgebung statt. Die Planungsergebnisse wurden vorgestellt und Wege zur Umsetzung aufgezeigt. Kreisforstingenieur Ernst Spahr betonte die Wichtigkeit des gemeinsamen Planungsprozesses. Dieser ermöglichte den Mitwirkenden, die Sichtweisen anderer Interessensgruppen kennenzulernen und zu verstehen. Zur Erreichung der festgelegten Ziele ist eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten zentral.

Der Wald in der Region Liestal erfüllt diverse Funktionen. Er ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, produziert jährlich etwa 12‘800 Kubikmeter Holz, schützt Strassen und Siedlungen vor Steinschlag und dient nicht zuletzt den Menschen als Erholungsraum.

In der Vergangenheit wurden die verschiedenen Ansprüche an den Wald weitgehend unabhängig voneinander geplant. Um die vielfältigen Interessen besser zu koordinieren, lud das Amt für Wald beider Basel über sechzig Vertreter und Vertreterinnen der verschiedenen Nutzungsgruppen zu mehreren Workshops ein. Gemeinsam erörterte man Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ansprüchen und Planungen, diskutierte und suchte nach Lösungen. Spahr stellt erfreut fest, dass die Mitwirkenden sich am Planungsprozess sehr konstruktiv beteiligt haben und dankt allen für das grosse Engagement.

Die Wälder des Raums Liestal erbringen gleichzeitig stets verschiedene Leistungen, sie sind also multifunktional. Um Interessenskonflikte oder Überbeanspruchungen des Waldes zu vermeiden, wird den Wäldern im WEP jeweils eine sogenannte „Vorrangfunktion“ zugeordnet.  So dienen 62 Prozent des Waldes in erster Linie der Holzproduktion, während auf 21 Prozent der Fläche der Naturschutz zentral ist. Weiter haben 9 Prozent der Waldfläche eine bedeutende Schutzfunktion und 5 Prozent werden von Erholungssuchenden stark frequentiert. Für alle Vorrangfunktionen sind im WEP Entwicklungsziele und Bewirtschaftungsrichtlinien festgelegt.

Im WEP Liestal und Umgebung konnten die verschiedenen Anliegen ausgewogen berücksichtigt werden. Der Plan stösst daher auf breite Akzeptanz. Neben allgemeinen Grundsätzen der Bewirtschaftung und Nutzung des Waldes sind im WEP für die nächsten 15 Jahre konkrete Ziele definiert worden ( siehe Faktenblatt im PDF-Dokument ). Diese sind für die kantonalen und kommunalen Behörden verbindlich. Damit der Plan im Wald konkrete Wirkung zeigt, muss er in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Dazu werden in Betriebsplänen, Zonenplänen, Verträgen, Leistungsvereinbarungen, Verfügungen etc. für die Waldbesitzenden und weiteren Beteiligten verbindliche Massnahmen definiert.

Die WEP-Region Liestal ist eine von 15 kantonalen WEP-Regionen und umfasst die Gemeinden Liestal, Lausen und Füllinsdorf sowie sämtliche Gemeinden des Violentals. Es handelt sich um den zweitletzten erarbeiteten Waldentwicklungsplan. Den Abschluss bildet der WEP Diegtertal.

Amt für Wald beider Basel

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