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Medikamentenpreise nicht Währungsschwankungen aussetzen

11.05.2012
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft spricht sich dafür aus, den Bundesrat zu verpflichten, die Medikamentenpreise neu auszuhandeln und dabei der Pharmaindustrie stärker entgegenzukommen. Sie stellt sich damit auch hinter einen Entscheid der Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK).

Im heutigen System sinken die Arzneimittelpreise allein wegen Währungsverwerfungen. Preise bei Arzneimitteln in der Schweiz sollten aufgrund des therapeutischen Nutzens und der Wirtschaftlichkeit, nicht aber allein wegen Währungsschwankungen festgelegt werden. Bei der Preisfestlegung sollen die Interessen der Prämienzahler, aber auch diejenigen des Forschungsstandorts Schweiz berücksichtigt werden. Der starke Schweizer Franken und die hohe Verschuldung in den Exportmärkten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Industrie. Zunehmend verspüren dies auch die Forschung und die Pharmaindustrie, die für unseren Standort von sehr hoher Bedeutung sind.

Um die negativen Auswirkungen der Währungskrise auf den Werkplatz Schweiz zu mildern, sollte deshalb der Preisvergleich von Arzneimitteln mit dem Ausland auf einem Wechselkurs basieren, der den realen Wirtschaftsgegebenheiten entspricht und nicht auf spekulativen Ausschlägen basiert. Beispielsweise könnten kaufkraftbereinigte Wechselkurse verwendet werden. Damit wäre sichergestellt, dass die Preise für Medikamente in der Schweiz weiterhin sinken, ohne dass dadurch der Standort Schweiz allein wegen Währungsschwankungen unattraktiv wird.  

Die Gesellschaft erhält für die Investitionen im Gesundheitsbereich einen bedeutenden Gegenwert. Pharmazeutische und medizinische Innovationen bringen bessere Heilungs- und Überlebenschancen oder tragen zur Erhöhung der Lebensqualität von Patienten bei. Innovationen bilden die Basis für sichere Arbeitsplätze, eine gesunde Wirtschaft und tragen zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei. Deshalb ist auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des Themas, gerade in der Region Basel, nicht zu unterschätzen.

Liestal, 11.5.2012

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