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Leichter Anstieg der Tabak- und Alkoholverkäufe an Jugendliche

10.04.2014

Resultate der Alkohol- und Tabaktestkäufe im Kanton Basel-Landschaft 2013/2014



Die Resultate der Tabaktestkäufe und der Alkoholtestkäufe ergeben fast ein identisches Bild. Noch immer wird nicht flächendeckend kontrolliert und damit sowohl Alkohol als auch Tabak an Jugendliche unter 16 oder 18 Jahren verkauft.

73 Prozent der getesteten Verkaufsstellen nehmen ihre Verantwortung für die Umsetzung des Jugendschutzes im Kanton Basel-Landschaft wahr. Trotzdem ergibt das aktuelle Resultat im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg der Verkäufe von Tabak an Jugendliche. Die Tabaktestkäufe, welche im Zeitraum von Oktober 2013 bis März 2014 durchgeführt wurden, zeigen leicht eine erhöhte Negativbilanz um 4 Prozent. Insgesamt haben von 110 geprüften Verkaufsstellen 30 trotz den gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen Tabakwaren an Jugendliche verkauft.

Mangelnde Sensibilität für die Umsetzung des Jugendschutzes
Obwohl in der Serie 2013/2014 sehr junge Testkäuferinnen und Testkäufer im Alter von 13 bis 15 Jahren eingesetzt wurden, ist das Resultat trotzdem schlechter ausgefallen. Von den insgesamt 30 fehlbaren Verkaufsstellen haben 18 keinen Ausweis verlangt. Bei den weiteren 12 Verkaufsstellen wurde zwar der Ausweis verlangt, aber es wurde trotzdem Tabak verkauft. Das Bewusstsein der Verkaufsstellen über ihre Verantwortung, die Jugendschutzbestimmung als umsetzende Instanz einzuhalten, scheint zu mindest teilweise nach wie vor nicht vorhanden zu sein.
Sowohl die Grossverteiler und Ladenketten als auch die kleineren Betriebe, wie Kioske und Tankstellenshops, verkauften je 15 Verkaufsstellen Tabak an Jugendliche. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier erfreulicherweise eine Verbesserung bei den kleineren Betrieben festzustellen.

Verkaufsschulungen tragen zur Sensibilisierung bei - aber…
Erfreulich sind die Ergebnisse bei einem Grossverteiler, bei welchem im vergangenen Sommer eine Schulung der Filialleiterinnen durchgeführt wurde. Von zehn geprüften Verkaufsstellen wurde nur eine negativ getestet. Weniger erfreulich ist das Resultat bei einer grossen Verkaufskette. Obwohl auch für diese Verkaufsorganisation ein individuelles Schulungsangebot durchgeführt wurde, wurden 8 von 19 Verkaufsstellen negativ getestet. Eine weitere Zusammenarbeit mit den Organisationen für die Intensivierung der Bemühungen für den Jugendschutz sowie die Ausdehnung des Angebotes ist in Planung.

Resultate Alkoholtestkäufe
Ein fast identisches Bild ergibt sich bei den durchgeführten Alkoholtestkäufen im vergangenen Jahr. Von insgesamt 150 durchgeführten Testkäufen wurden bei 40 Verkaufsstellen Alkohol an Jugendliche verkauft, die das Schutzalter 16 beziehungsweise 18 noch nicht erreicht haben. Das heisst, 26,5 Prozent der kontrollierten Läden sind quasi durchgefallen. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (18 Prozent), aber immer noch weniger als im landesweiten Durchschnitt (rund 30 Prozent). Auffällig ist der Umstand, dass an 35 Verkaufsstellen (90 Prozent) zwar ein Ausweis verlangt wurde, aber das Verkaufspersonal trotz "Kontrolle" des Ausweises Alkohol an die Jugendlichen verkauft hatten. Daraus lässt sich einerseits allenfalls das Unvermögen ableiten, das effektive Alter entsprechend nicht richtig berechnen zu können oder andernfalls die Vermutung, dass das blosse Vorzeigen des Ausweises bei den Verkäuferinnen und Verkäufer bereits zur Annahme führt, dass die Jugendlichen ja dann sicher schon das Schutzalter erreicht hätten.

Mit den Kontrollen der Alkohol- und Tabaktestkäufe hat die Volkswirtschaft- und Gesundheitsdirektion sowie die Sicherheitsdirektion (Pass- und Patentbüro) auch in dieser Serie, das Jugendsozialwerk des Blauen Kreuzes Baselland beauftragt. Die Minderjährigen Testkäuferinnen und Testkäufen wurden für ihren Einsatz vom Jugendsozialwerk geschult und beim Einsatz begleitet.

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