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Lachse nicht anfällig auf Nierenkrankheit PKD

17.05.2016
Den Salmoniden Lachs, Forelle und Äsche geht’s an die Nieren – zumindest teilweise. Das zeigt eine neue Studie des Zentrums für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern und dem Jagd- und Fischereiwesen des Amts für Wald beider Basel. Für den Aufbau von ökologischen Fischbeständen in den einheimischen Fliessgewässern sind diese Reslutate von grosser Wichtigkeit. Denn: Was nützt es, Fischarten auszusetzen, die anfällig auf die Proliferative Nierenkrankheit (PKD) sind?

Seit Jahren gehen die Bachforellenfänge massiv zurück. Eine der Ursachen ist ein zu den Myxozoa gehörender Parasit, der die Proliferative Nierenkrankheit (PKD) auslöst. Je kühler die Wassertemperatur ist, desto mehr Fische überleben den Parasiten-Befall. Je wärmer der Fluss, desto mehr sterben – und das wird mit der Klimaerwärmung immer häufiger der Fall sein. In verschiedenen Gewässern mit nachgewiesener PKD werden als Alternative zu Bachforellen nun Äschen gefördert und Lachse für ein internationales Wiederansiedlungsprogramm eingesetzt. Auch diese Fischarten gelten als empfänglich für den Erreger von PKD. Aber wie hoch ist ihre Überlebenschance? Dies herauszufinden, war Ziel des Projekts.

Dazu haben Mitarbeitende des Amts für Wald beider Basel die drei Fischarten über mehrere Monate in Becken gehalten, die mit Birswasser gespiesen wurden. Nachweislich kommt PKD bei Bachforellen in der Birs vor. In regelmässigen Abständen wurden die Fische aus den Becken genommen und untersucht. Während bei den Bachforellen maximal 80 Prozent PKD-Anzeichen ausbildeten, erwiesen sich Äschen mit 15 Prozent als deutlich weniger empfänglich. Zudem waren die Parasiten bei den Äschen weniger lange nachweisbar. Bei Lachsen konnten während des gesamten Versuchszeitraums weder Parasiten noch PKD-typische Krankheitszeichen gefunden werden.

Aufgrund dieser Resultate scheint PKD für die im Rheineinzugsgebiet eingesetzten Äschen und Lachse ein geringes, beziehungsweise kein Problem darzustellen. Die intensiven internationalen Bemühungen zur Wiederansiedlung des Lachses im Rhein und seinen Zuflüssen (Lachs2000 und Lachs2020) scheinen also Erfolg zu versprechen.

> Bezug der Studie

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