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Kein Antibiotika gegen Feuerbrand

20.05.2009
Baselland gehört zu jenen Kantonen, die kein Antibiotika gegen den Feuerbrand einsetzen. Statt dessen bekämpfen die Obstproduzenten die Bakterienkrankheit mit anderen Mitteln.

Die Baselbeter Obstbauern verzichten wie schon 2008 auch in diesem Jahr darauf, den Feuerbrand mit dem Antibiotikum Streptomycin zu bekämpfen. Für den Einsatz des Mittels gelten strenge Auflagen zum Schutz der Obstproduzenten. Und er muss vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach bewilligt werden.

Das kühle Wetter vom April verhinderte, dass sich die ansteckende Bakterienkrankheit ausbreiten konnte. Zudem fehlten Schönwetterperioden mit hohen Temperaturen, welche den für den Menschen völlig ungefährlichen Feuerbrand begünstigt hätten. Einzig Ende April bis Mitte Mai wurde es vom Wetter her kritisch. Die Kernobstproduzenten sind das Risiko jedoch eingegangen und haben auf den Einsatz von Antibiotika verzichtet.

Statt dessen setzten die Landwirte andere Mittel mit einem schlechteren Wirkungsschutz ein. Das Antibiotikum Streptomycin im Obstbau ist ohnehin nicht ideal. Es besteht die Gefahr, dass der Krankheitserreger gegen das Mittel mit der Zeit immun wird. Darum wird der Feuerbrand vor allem mit vorbeugenden Massnahmen bekämpft. Die Krankheit war in den letzten Jahren vor allem in den Hausgärten anzutreffen, weniger in den landwirtschaftlichen Obstkulturen.

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

Weitere Auskünfte:
Pascal Simon, Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain, Sissach,
Telefon 061 552 21 17, E-Mail pascal.simon@bl.ch

Liestal, 20. Mai 2009

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