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Kantonsstrassen werden durch Holzschläge sicherer

24.02.2011
Der Kanton Basel-Landschaft hat bisher über 30 Waldabschnitte an wichtigen Kantonsstrassen saniert und dadurch die Verkehrssicherheit verbessert. An den Mehraufwand dieser aufwendigen Arbeiten zahlt der Kanton den Waldeigentümern jährlich 150'000 Franken. Kritik an den Eingriffen könne er verstehen, hat Regierungsrat Peter Zwick an einer Medienorientierung in Reigoldswil und Niederdorf gesagt. Auf den teils kahlen Flächen entsteht aber ein artenreicher und stabiler Jungwald.
 
Das Amt für Wald beider Basel und das Tiefbauamt Baselland haben zusammen mit den Forstbetrieben bis jetzt mehr als 30 Gebiete mit Strassenwald saniert. Das heisst, sie haben Wald mit vielen alten und schwachen Bäumen entlang von wichtigen Strassen geräumt, so dass junge und stabile Bäume nachwachsen können. Dadurch ist der Verkehr auf diesen Strassen sicherer geworden.
 
Sanierungsprogramm des Kantons
 
Der Kanton hat 2008 ein Programm gestartet mit dem Ziel, instabile Waldbestände entlang von bedeutenden Verkehrsachsen zu erneuern. Auslöser waren heftige Nassschneefälle im Dezember 2008. Damals wurden gleich mehrere Strassenabschnitte durch herabgestürzte Bäume teils während Tagen blockiert. Das Gewicht des schweren Schnees entwurzelte viele oder knickte einzelne Bäume, die dann als latente Gefahr über den Strassen hingen. Besonders schlimm war es im Gebiet Angenstein bei Aesch.
 
Diese Holzschläge sind aufwendiger als normale Waldarbeiten. Die Planung ist komplexer, die Waldgebiete liegen oft an steilen Hängen, der private und öffentliche Verkehr muss geregelt, nach den Fällarbeiten die Fahrbahn wieder gereinigt werden. Dem hohen Aufwand stehen tiefe Erträge gegenüber, denn das anfallende Holz kann meist nur als Brennholz verkauft werden. Ein grosser Teil geht denn auch in die Holzkraftwerke in Basel und Liestal. Weil Sicherheit ein öffentliches Anliegen und darum eine öffentliche Aufgabe ist, tragen das Tiefbauamt und das Amt für Wald die Restkosten der Sicherheits-Holzschläge. Sie geben dafür pro Jahr rund 150'000 Franken aus.
 
Kanton versteht die Kritik, aber …
 
Die zum Teil kahlen Waldflächen nach einem Holzschlag bieten kein schönes Bild, was da und dort Emotionen hochgehen lässt. Kritiker sprechen von „Respektlosigkeit gegenüber der Natur“, Verkehrsteilnehmer stören sich an den Behinderungen auf den Strassen während der Fällarbeiten. „Ich kann diese Kritik verstehen, denn auch mir gefallen die teils kahlen Waldflächen nicht“, sagte Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Peter Zwick an einer Medienorientierung in Reigoldswil und Niederdorf. „Aber wir können nicht einfach nichts tun und warten, bis es zu Unfällen kommt. Das Risiko an den stark befahrenen Strassen ist einfach zu gross“. Eine nicht repräsentative Umfrage der Basler Zeitung zeigte, dass 64 Prozent der Teilnehmenden (712 Personen), also rund zwei Drittel, die Sicherheits-Holzschläge als sinnvoll erachten (BaZ v. 17.2.2011).
 
Neuer und stabiler Wald entsteht
 
Wenn alte und schwache Bäume durch Jungwuchs ersetzt werden, dann hat dies auch positive Wirkungen für Pflanzen und Tiere, betont Kantonsforstingenieur Ueli Meier. „Licht und Wärme sorgen für Dynamik im Wald. Auf den kahlen Flächen wachsen schnell neue Bäume und Sträucher nach. Und mit gezielter, sorgfältiger Pflege entsteht ein artenreicher und stabiler Jungwald.“ Zudem begünstigen die Holzschläge bereits bestehenden Jungwald. Waldverjüngung, Holznutzung, sicherer Verkehrsfluss – für Ueli Meier bedeutet die Sanierung von Strassenwald ein ganzes Bündel von Vorteilen.
 
Amt für Wald beider Basel
 
Auskünfte:
Kantonsforstingenieur Ueli Meier, Leiter Amt für Wald beider Basel
Telefon 061 552 56 51, E-Mail: ueli.meier@bl.ch
Regina Wenk, Leiterin Strassenkreis 2, Tiefbauamt Basel-Landschaft
Telefon 061 061 552 44 00, E-Mail: regina.wenk@bl.ch
 
Liestal, 25. Februar 2011    

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