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26.08.2014
Jubiläum 25 Jahre ökologischer Ausgleich
Seit 25 Jahren leistet der Kanton Baselland Pionierarbeit mit dem Programm für ökologischen Ausgleich. Mit den 1989 eingeführten Beiträgen für ökologischen Ausgleich profitieren Landwirte und Artenvielfalt im Baselbiet gleichermassen. Die Mittel werden gezielt für Biodiversitätsflächen und Vernetzung eingesetzt. Das Programm entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte und wird gezielt weiter entwickelt.
In den vergangenen zwölf Jahren gingen gesamtschweizerisch rund 33'000 Hektaren Landwirtschaftsland verloren. Davon waren über 20'000 Hektaren Ackerland. Auf der verbleibenden Fläche wird die Agrarproduktion ständig intensiver. Diese Intensivierung führte zu einer botanischen, faunistischen und landschaftlichen Verarmung der Landwirtschaftsfläche.
Gegensteuer zu dieser für die Natur fatalen Entwicklung gibt seit 25 Jahren das freiwillige Baselbieter Programm für ökologischen Ausgleich, eine schweizerische Pionierleistung. 730 oder fast 80 Prozent der Landwirte beteiligen sich mittlerweile daran. Ende 2012 waren rund 3'300 Objekte mit einer Gesamtfläche von 2'240 Hektaren mittels Bewirtschaftungsvereinbarung vertraglich geschützt. Dies entspricht 10,7 Prozent der Landwirtschaftsfläche des Kantons. Der Zielwert gemäss kantonalem Natur- und Landschaftsschutzkonzept beträgt 15 Prozent.
Von den Baselbieter Bäuerinnen und Bauern wird heute sehr viel erwartet: Es ist ihre Kernaufgabe, gesundheitlich wertvolle Nahrungsmittel möglichst nachhaltig zu produzieren. Aber diese sollen nicht teurer sein als im Ausland, sonst wird noch mehr im Ausland eingekauft. Gleichzeitig steigen die gesellschaftlichen Erwartungen an ökologische Leistungen der Landwirtschaft. Alle Ansprüche haben ihre Berechtigung, aber sie müssen nebeneinander Platz haben und umsetzbar sein. Dank diesem Programm und vor allem dank dem unermüdlichen und professionellen Einsatz der Bäuerinnen und Bauern bleiben die Lebensräume vieler Pflanzen und Tieren erhalten.
Das Programm für ökologischen Ausgleich fördert die Biodiversität, sei es auf Blumenwiesen, Magerweiden, Buntbrachen, Hecken oder Hochstamm-Obstgärten. Die botanischen und faunistischen Wirkungskontrollen zeigen eine positive Wirkung: Die Ökoflächen führen zur erwünschten Erhaltung und Steigerung der floristischen Artenvielfalt. Bei den faunistischen Zielarten konnten beispielsweise die Goldammer, der Neuntöter, der Schachbrettfalter und die Feldgrille ihre Populationen vergrössern. Hingegen verharren der Feldhase, der Baumpieper, die Feldlerche und der Gartenrotschwanz auf tiefem Bestandesniveau. Noch nicht wiederangesiedelt haben sich beispielsweise der Wiedehopf und der Steinkauz. Es bleibt also noch vieles zu tun, das Programm braucht es auch in Zukunft. Insbesondere gilt es auch, die Anliegen der Produktion, der Biodiversität und des Landschaftsschutzes im landwirtschaftlichen Alltag erfolgreich zu kombinieren.
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft
Statements:
In den vergangenen zwölf Jahren gingen gesamtschweizerisch rund 33'000 Hektaren Landwirtschaftsland verloren. Davon waren über 20'000 Hektaren Ackerland. Auf der verbleibenden Fläche wird die Agrarproduktion ständig intensiver. Diese Intensivierung führte zu einer botanischen, faunistischen und landschaftlichen Verarmung der Landwirtschaftsfläche.
Gegensteuer zu dieser für die Natur fatalen Entwicklung gibt seit 25 Jahren das freiwillige Baselbieter Programm für ökologischen Ausgleich, eine schweizerische Pionierleistung. 730 oder fast 80 Prozent der Landwirte beteiligen sich mittlerweile daran. Ende 2012 waren rund 3'300 Objekte mit einer Gesamtfläche von 2'240 Hektaren mittels Bewirtschaftungsvereinbarung vertraglich geschützt. Dies entspricht 10,7 Prozent der Landwirtschaftsfläche des Kantons. Der Zielwert gemäss kantonalem Natur- und Landschaftsschutzkonzept beträgt 15 Prozent.
Von den Baselbieter Bäuerinnen und Bauern wird heute sehr viel erwartet: Es ist ihre Kernaufgabe, gesundheitlich wertvolle Nahrungsmittel möglichst nachhaltig zu produzieren. Aber diese sollen nicht teurer sein als im Ausland, sonst wird noch mehr im Ausland eingekauft. Gleichzeitig steigen die gesellschaftlichen Erwartungen an ökologische Leistungen der Landwirtschaft. Alle Ansprüche haben ihre Berechtigung, aber sie müssen nebeneinander Platz haben und umsetzbar sein. Dank diesem Programm und vor allem dank dem unermüdlichen und professionellen Einsatz der Bäuerinnen und Bauern bleiben die Lebensräume vieler Pflanzen und Tieren erhalten.
Das Programm für ökologischen Ausgleich fördert die Biodiversität, sei es auf Blumenwiesen, Magerweiden, Buntbrachen, Hecken oder Hochstamm-Obstgärten. Die botanischen und faunistischen Wirkungskontrollen zeigen eine positive Wirkung: Die Ökoflächen führen zur erwünschten Erhaltung und Steigerung der floristischen Artenvielfalt. Bei den faunistischen Zielarten konnten beispielsweise die Goldammer, der Neuntöter, der Schachbrettfalter und die Feldgrille ihre Populationen vergrössern. Hingegen verharren der Feldhase, der Baumpieper, die Feldlerche und der Gartenrotschwanz auf tiefem Bestandesniveau. Noch nicht wiederangesiedelt haben sich beispielsweise der Wiedehopf und der Steinkauz. Es bleibt also noch vieles zu tun, das Programm braucht es auch in Zukunft. Insbesondere gilt es auch, die Anliegen der Produktion, der Biodiversität und des Landschaftsschutzes im landwirtschaftlichen Alltag erfolgreich zu kombinieren.
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft
Statements:
- Bauernverband beider Basel, Claudia Brodbeck
- Pro Natura BL, Urs Chrétien
- VGD, Landw. Zentrum Ebenrain, Susanne Kaufmann
- VGD, Landw. Zentrum Ebenrain, Lukas Kilcher
- VGD, Landw. Zentrum Ebenrain, Pascal Simon