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Grenzüberschreitende Solidarität in Zeiten der Covid-19-Epidemie

26.03.2020

Seit vergangenem Samstag 21. März 2020 wurden französische Covid-19-Patienten in Spitäler nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz (Deutschland) sowie in die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura (Schweiz) verlegt.

Diese Verlegung wurde auf französischer Seite von der Agence Régionale de Santé (ARS) in Zusammenarbeit mit der Präfektur, dem Département Haut-Rhin, als am schwersten betroffenes Gebiet, und der Region Grand Est organisiert. Der Patiententransfer wurde durch die grosszügige Bereitstellung von Intensivpflegebetten in Spitälern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in den drei Nordwestschweizer Kantonen ermöglicht. Die Koordinierung erfolgte durch die Akteure der Oberrheinkonferenz. Diese Kooperation ist Ausdruck der seit vielen Jahren am Oberrhein bestehenden guten nachbarschaftlichen Beziehungen.

Die Arbeitsgremien der Oberrheinkonferenz, die sich aus Experten aus den staatlichen Verwaltungen und den regionalen Behörden der drei Teilregionen zusammensetzen, sind mobilisiert, um sich im Geist der Solidarität abzusprechen, zu organisieren und zu unterstützen. Bereits seit mehreren Jahren pflegen die Gesundheitsexperten aus dem Mandatsgebiet der Oberrheinkonferenz im Rahmen des Expertenausschusses Epi-Rhin, der von der ARS geleitet wird, einen Austausch. Aufgabe von Epi-Rhin ist der Unterhalt des grenzüberschreitenden Meldesystems für übertragbare Krankheiten. Diese grenzüberschreitende Solidarität geht mit einer beispiellosen Mobilisierung der Gesundheitsdienste und der medizinischen Fachkräfte im gesamten Oberrheingebiet einher, um in den besonders ausgelasteten Gesundheitseinrichtungen mitzuhelfen.

Zur Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung am Oberrhein tragen auch die zahlreichen Grenzgänger/-innen bei, weshalb es wichtig ist, dass sie weiterhin die Grenzen überqueren können. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und den Krisenstäben hilft, den ständigen Zustrom von Patienten zu bewältigen. Josiane Chevalier, Präfektin der Region Grand Est und derzeitige Präsidentin der Deutschfranzösisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz, dankt allen Kooperationspartnern herzlich für ihren Beitrag und ihre Unterstützung zur Bewältigung dieser Gesundheitskrise.

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