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Gesundheitsförderung im Alter senkt Langzeitpflegekosten

29.09.2016
Das Amt für Gesundheit Baselland hat am Mittwoch, 28. September 2016, zur vierten Arbeitstagung „Alter“ im Kulturhotel Guggenheim in Liestal eingeladen, um die Themen Gesundheitsförderung und Prävention zu diskutieren. Im Vordergrund stand die Frage, wie die eigenständige Lebensführung und die Lebensqualität von älteren Menschen möglichst lange erhalten bleiben kann.
 
Im Alter sind viele Personen von chronischen Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen geplagt. Die damit verbundenen Einschränkungen sollen durch gesundheitsfördernde Angebote auf kommunaler Ebene gemildert werden. Durch Gesundheitsförderung und Prävention können längerfristig auch die Langzeitpflegekosten gesenkt werden. Im Schnitt hat ein 65-Jähriger noch 14 gesunde Lebensjahre vor sich, welche jedoch durch Sturzprävention, regelmässige Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und Förderung der psychischen Gesundheit, um weitere Jahre verlängert werden können. Die Referenten und Diskussionsteilnehmenden waren sich einig, dass bei den gesundheitsfördernden Angeboten die Geselligkeit und der Spass im Vordergrund stehen sollten, um die älteren Personen zur Teilnahme zu animieren.
 
Wissensvermittlung an die Zielgruppe
Im Kanton Baselland werden in den Gemeinden bereits eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Kursen und Veranstaltungen angeboten. Doch gilt es auf kantonaler und kommunaler Ebene zu reflektieren, ob die Zielgruppe darüber informiert ist, wie das Wissen darüber an sie vermittelt werden kann und ob die Angebote noch verbreitet werden sollen. Darin könnte dann auch die Aufgabe des Kantons bestehen, Strategien zu formulieren, an denen sich die Gemeinden ausrichten können und – was mehrere Referentinnen äusserst wichtig hervorgehoben haben – die Akteure in den Gemeinden mit denjenigen des Kantons und privaten Organisationen zu vernetzen, um den Austausch von Erfahrungen anzustossen. Beim Aufbau eines entsprechenden Programms für die Gemeinden  kann der Kanton Baselland dabei von der fachlichen Unterstützung und einer Mitfinanzierung durch Gesundheitsförderung Schweiz profitieren.
 
Den 100 Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmern war es ausserdem ein Anliegen, die betagten Menschen nicht nur unter dem Aspekt der Kosten zu thematisieren und sie als defizitär zu beschreiben, sondern das Altersbild unserer Gesellschaft kritisch zu reflektieren. Die über 65-Jährigen verfügen aufgrund ihrer Pensionierung über eine wichtige Ressource: Der Zeit. Viele ältere Personen leisten gerade dann einen beträchtlichen Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft, indem sie beispielsweise Freiwilligenarbeit leisten oder sich um ihre Enkelkinder kümmern.

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