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Geringes Radonrisiko in den meisten Baselbieter Gemeinden

16.02.2011
Die nationale Radondatenbank weist für den Kanton Basel-Landschaft 13 Gemeinden mit einem mittleren Radonrisiko aus. Ein hohes Radonrisiko gibt es einzig in Rümlingen. In allen anderen Gemeinden ist das Risiko gering. Das Kantonslabor hat in der letzten Messperiode 2009/2010 in 24 von 380 neu erfassten Gebäuden Radonkonzentrationen über dem empfohlenen Grenzwert gemessen. 
 
Die Gemeinden mit einem mitteleren Radonrisiko laut nationaler Radondatenbank sind Bottmingen, Brislach, Burg i.L., Roggenburg, August, Lupsingen, Ziefen, Böckten, Kilchberg, Eptingen, Lauwil, Liedertswil und Reigoldswil. Mittleres Risiko bedeutet, dass die Radonkonzentration in Wohn- und Aufenthaltsräumen in die-sen Gemeinden über dem arithmetischen Mittelwert von 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) liegt. Der gesamtschweizerische Mittelwert ist bei 75 Bq/m3. Rümlingen ist die einzige Gemeinde im Kanton mit einem erhöhten Radonrisiko, das heisst, der arithmetische Mittelwert liegt über 200 Bq/m3. In allen anderen Gemeinden ist dieses gering ( siehe Karte ).
 
Gesetzlicher Grenzwert eingehalten
 
Die Radionkonzentrationen misst das Kantonslabor der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion. Ziel ist es, vertiefte Kenntnisse über die Radonbelastung im Kanton zu gewinnen und Risikogebäude zu entdecken. Die Untersuchungen dienen dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Das Kantonslabor hat seit 1996 im Baselbiet 2510 Gebäude auf Radon untersucht.
 
Bei den Radonmessungen des Winters 2009/2010 haben die Fachleute 380 Gebäude neu erfasst. Dabei stellten sie fest, dass die Radonkonzentration in 24 Wohn- und Aufenthaltsräumen über dem empfohlene Grenzwert von 300 Bq/m3 liegt. Der gesetzliche Grenzwert von 1000 Bq/m3 wurde in keinem einzigen Ge-bäude überschritten. Die bestehende Einstufung der Gemeinden in der Radondatenbank hat sich bestätigt.
 
Gesetzlicher Grenzwert soll gesenkt werden
 
Ende 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation aufgrund neuer Erkenntnisse 300 Bq/m3 als Grenzwert für bewohnte Innenräume empfohlen. In der Schweiz wird derzeit diskutiert, den aktuellen gesetzlichen Grenzwert von 1000 auf 300 Bq/m3 zu senken. Das Bundesamt für Gesundheit rät jedoch, schon heute in Wohn- und Aufenthaltsräumen einen Wert unter 300 Bq/m3 anzustreben. Wird der aktuelle gesetzliche Grenzwert von 1000 Bq/m3 überschritten, muss der Hausbesitzer bei Mietobjekten eine Sanierung veranlassen.
 
Das Kantonslabor hilft weiter
 
Das Kantonslabor empfiehlt, bei Neubauten die Radonproblematik mit einzubeziehen, da mit einfachen Mitteln radondicht gebaut werden kann. Auch bei Umbauten und Sanierungen sollte die Radonbelastung abgeklärt werden; vor allem, wenn im Keller oder Erdgeschoss umgebaut wird. In Gemeinden mit mittlerem oder erhöhtem Radonrisiko sollten die Gemeinde bei Baugesuchen auf eine mögliche Radonbelastung hinweisen und Infobroschüren abgeben. Diese können kostenlos beim Kantonslabor oder direkt beim Bundesamt für Gesundheit bezogen werden.
 
> Details zur Radonkampagne 2009/2010

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