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Gemeinsam engagiert für einen gesunden Wald

21.02.2019
Bild Legende:
Der Hardwald von oben. Hitze, Trockenheit und Starkniederschläge führen zu einem permanenten Stress der Bäume.

Der Wald von heute erfüllt vielfältige Funktionen. Gleichzeitig machen ihm Hitze und Trockenheit zu schaffen, die Zusammensetzung der Baumarten wird sich in den nächsten  Jahrzehnten deutlich ändern. Die heutige Medienkonferenz des Försterverbands beider Basel zeigte, dass es das Zusammengehen von Politik, Waldwirtschaft und Bevölkerung  braucht,um den gesunden Wald langfristig zu erhalten. Darauf machen auch die Waldtage vom 19. bis 22. September 2019 aufmerksam.

Auf über 41,8 Prozent des Kantons Basel-Landschaft steht Wald. Während der Wald bis vor einigen Jahrzehnten vor allem als Rohstoffquelle und allenfalls als Schutz vor Naturgefahren wahrgenommen wurde, dient er heute zusätzlich der Erholung, dem Training von Freizeitsportlern oder als attraktives Umfeld für Umweltbildung. Doch der Wald verändert sich dramatisch: Die immer häufigeren Hitzesommer und die zunehmende Trockenheit führen dazu, dass traditionelle Arten wie Nadelbäume oder Buchen unter Druck kommen.

Eine besondere Herausforderung ist dieser Artenwandel für das Forstpersonal. Denn es muss die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher gewährleisten und neuralgische Stellen wie Picknickplätze vor herunterfallenden Ästen und umkippenden Bäumen schützen. Weiter muss es herausfinden, welche Baumarten langfristig mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen. Und schliesslich gilt es, die abgestorbenen Bäume sicher aus dem Wald zu holen. «Geschwächte Bäume verhalten sich beim Fällprozess anders als gesunde Pflanzen. Die Fällarbeiten sind deshalb besonders anspruchsvoll und mit erhöhtem Risiko für das Forstpersonal verbunden», so Christian Kleiber, Präsident des Försterverbands beider Basel.

Die Politik unterstütze die Waldbranche im schwierigen Transformationsprozess, erklärte Thomas Weber, Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Basel-Landschaft. So helfe man mit finanziellen Mitteln, dass Wälder, die von Stürmen wie Burglind zerstört wurden, wieder bestockt werden können. Unterstützung gibt es auch für die Jungwaldpflege: «Weil die Zusammensetzung des Nordwestschweizer Waldes immer vielfältiger wird, ist auch seine Pflege aufwendiger geworden», sagte Weber. Ausserdem laufen seit fünf Jahren Provenienzversuche. Dabei will man Arten finden, die wärme- und trockenheitstoleranter sind und mit den Bedingungen des Klimawandels besser zurechtkommen.

Neben der Politik sowie der Wald- und Forstwirtschaft soll auch die Bevölkerung über die Veränderungen in diesem wichtigen Erholungs-, Wirtschafts- und Lebensraum informiert werden. Der Försterverband beider Basel führt deshalb vom 19. bis 22. September die traditionellen Waldtage durch; die bereits 8. Auflage findet in Rünenberg zum Thema «Ressource Wald» statt. Wie alle vier Jahre wird an einem Rundgang durch den Wald an zahlreichen Posten rund um die Waldarbeit informiert. An den ersten zwei Tagen sind Schulklassen der Unter- und Oberstufe zu speziellen Führungen eingeladen. Zum Anlass werden 20'000 Besucherinnen und Besucher erwartet. OK-Präsident Samuel Bürgin: «Wir sind überzeugt, dass es uns wie in der Vergangenheit gelingen wird, der interessierten Bevölkerung den Lebensraum Wald näherzubringen.»

www.waldtage.ch

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