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Erstmals eine Waldbodenkarte für Baselland

23.08.2010
Dank einer neuen Karte ist es im Kanton Basel-Landschaft erstmals möglich, mehr über wichtige Eigenschaften des Waldbodens zu erfahren. Etwa über den Säuregehalt, zur Mächtigkeit oder zur Vernässung der Böden. Erarbeitet wurde die neue Waldbodenkarte mit einer innovativen und kostengünstigen Methode. Die Karte ermöglicht zum Beispiel Aussagen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald oder zum Filtervermögen der Böden für gesundes Trinkwasser.

Wenn man bedenkt: 42 Prozent des Baselbieter Bodens ist Wald. Aber wie dieser Boden beschaffen ist, welche Eigenschaften er hat und welche Risiken er für die Nutzung birgt – darüber ist nur wenig bekannt. Waldböden sind immer noch eine „grosse Unbekannte“ im Gegensatz etwa zu den Landwirtschaftsböden. Das ändert nun dank einer neuartigen Waldbodenkarte, welche das Amt für Wald beider Basel und das Amt für Umweltschutz und Energie Baselland zusammen mit der Leibniz Universität Hannover entwickelt haben.

Der Kanton hat neu Grundlagenkarten zum Säuregehalt (pH-Wert) der Waldböden, zur Mächtigkeit, zum Steingehalt und zur Vernässung der Böden. Diese Informationen ermöglichen es zusammen mit anderen Merkmalen, künftig flächenhafte Aussagen zu machen zum Beispiel über das Schadenrisiko beim Befahren des Bodens, das Trockenstressrisiko für die Bäume, die Nährstoffversorgung oder das Filtervermögen der Böden für gesundes Trinkwasser.

Antworten liefern die Waldbodenkarten auch über die Stabilität der Böden oder über Standorte, wo Bäume besonders gut wachsen. Oder darüber, welchen Beitrag die Waldböden zur Speicherung von CO2 leisten. Wer diese Informationen nicht hat, kann zentrale Fragen zu Nutzen und Funktionen sowie zur Zukunft der Wälder nicht oder nur ungenügend beantworten.

Das Amt für Umweltschutz und Energie sowie das Amt für Wald wurden sich dieser Lücken vor zehn Jahren bewusst und machten sich an die Arbeit. Entscheidend für den Erfolg war ein innovativer methodischer Ansatz, um von punktuellen Informationen über einzelne Waldböden zu flächendeckenden Karten wichtiger Eigenschaften der Waldböden zu kommen. Dazu mussten viele bodenbezogene Grundlagen über die Waldfläche im Kanton erarbeitet und durch statische Auswertungen und mit Expertenwissen in Karten umgesetzt werden.

Die Resultate dieses Gemeinschaftsprojektes mit Professor Thomas Mosimann von der Leibniz Universität Hannover – als Baselbieter ein profunder Kenner der hiesigen Böden – sind auf dem Geoportal des Kantons abrufbar. Zu finden sind die Waldbodenkarten unter www.geo.bl.ch und hier unter „geoView.BL“ (Rubrik: Boden).

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

Auskünfte:
Ueli Meier, Kantonsforstingenieur, Leiter Amt für Wald beider Basel, Tf 061 552 56 51, ueli.meier@bl.ch
Roland Bono, Amt für Umweltschutz und Energie BL, Tf 079 656 82 59, roland.bono@bl.ch

Liestal, 23. August 2010

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