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Durch Zecken übertragene Krankheit in Liesberg

18.12.2008

In Liesberg ist durch eine einzelne Infektion bei einem Menschen ein Herd von FSME-Viren bei Zecken bekannt geworden. Die Ansteckungsgefahr wird als klein eingestuft. Vorsichtshalber sollten sich Personen, die sich in der Gemeinde Liesberg häufig im Wald aufhalten, gegen FSME impfen lassen.



Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine der beiden bekannten Infektionskrankheiten, die in der Schweiz durch Zecken auf den Menschen übertragen werden können. Sie wird durch Viren verursacht, im Gegensatz zur Borreliose, der anderen zeckenübertragenen Krankheit, welche durch Bakterien verursacht wird.
 
Bisher galt die Schweiz nördlich des Juras als weitgehend frei von FSME. Lediglich im Fricktal (Rheinfelden/Möhlin/Wallbach) sind Infektionen beobachtet worden. Die Erkrankung eines Buben in Liesberg im Jahr 2006 führte aber zu einer intensiven Suche nach ansteckenden Zecken, denn der Erkrankte hatte sich in der Inkubationszeit nie ausserhalb der Gemeinde im Wald aufgehalten, in Liesberg selbst jedoch mehrere Zeckenbisse erlitten.
 
Zur Ermittlung des Infektionsrisikos hat der kantonsärztliche Dienst des Kantons Basel-Landschaft in den Jahren 2007 und 2008 zusammen mit Medizinstudenten von der Universität Basel in den Gemeinden Liesberg, Roggenburg und Röschenz rund 400 Zecken eingefangen. Diese wurden durch Prof. Gern von der Universität Neuenburg und seinemTeam untersucht. Eine einzige Zecke aus Liesberg erwies sich dabei als Virusträger.
 
Aufgrund dieses Ergebnisses muss festgehalten werden, dass in der Gemeinde Liesberg ein FSME-Herd mit schwacher Infektionsgefahr besteht. Jenen  Personen, die sich häufig in Liesberg oder Umgebung im Wald aufhalten, wird empfohlen, sich gegen FSME impfen zu lassen. Da die andere zeckenübertragene Krankheit, die Borreliose, im ganzen Kantonsgebiet verbreitet ist, sollten sich alle Personen, die sich im Wald aufhalten, gegen Zeckenbisse schützen. Gut deckende Kleidung, Repellentien (Insektenabweisende Mittel) und die Entfernung von Zecken möglichst rasch nach dem Biss sind die wichtigsten Mittel zur Verhütung einer Infektion, mit der besonders in der warmen Jahreszeit gerechnet werden muss.
 
Weiterführende Internetadresse: www.bag.admin.ch
 
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Informationsdienst
 
Weitere Auskünfte:
Dominik Schorr, Kantonsarzt, 061 552 59 24 oder dominik.schorr@bl.ch

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