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Dosimeter für Radonmessungen

01.11.2012
Radon ist ein natürliches radioaktives Gas. Dringt es in Gebäude ein und wird eingeatmet, kann es Lungenkrebs auslösen. Gewissheit, ob ein Gebäude belastet ist, bringt nur eine Messung. Im Winter 2012/13 bietet das Kantonale Laboratorium eine beschränkte Anzahl Gratismessungen für Radon an.

Radon kommt natürlich im Gestein des Untergrundes vor und gelangt über Poren, Kanäle, Verwerfungen, Schotter und Humus an die Oberfläche. Über nicht abgedichtete Gebäudeöffnungen, - durchbrüche, insbesondere Naturkeller, besteht die Gefahr, dass das Gas ins Hausinnere gelangen kann. Vor allem in den Wintermonaten, während der Heizperiode, entsteht durch den Kamineffekt ein Sog in den Gebäudeuntergeschossen und so kann Radon aus dem Untergrund eingesogen werden. Deshalb werden in dieser Jahreszeit höhere Radonkonzentrationen in den Gebäuden gemessen als im Sommer. Da Radon von unten ins Gebäude eindringt, sind vor allem das unterste Stockwerk und deshalb vor allem Einfamilienhäuser betroffen.

In der Schweiz wird geschätzt das rund 200 bis 300 Personen pro Jahr an Lungenkrebs verursacht durch Radon sterben, bezogen auf die beiden Basler Halbkantone bedeutet dies ca. 14 Lungenkrebstote durch Radon pro Jahr (Basis 2001). Die Gefahr geht nicht selbst von Radon aus, sondern von seinen ebenfalls radioaktiven, festen Zerfallsprodukten. Sie können z. B: über den Staub eingeatmet werden. Radon und Rauchen bewirken eine eher multiplikative Erhöhung des Lungenkrebsrisikos.

Das Kantonale Labor Basel-Landschaft hat in allen Gemeinden Radonmessungen in Wohnhäusern durchgeführt. In Gemeinden mit einem geringen Radonrisiko wurden 10 oder mehr Wohnhäuser gemessen, in Gemeinden mit mittlerem Risiko um 30 Prozent der Wohnhäuser und in Rümlingen der einzigen Gemeinde im Kanton mit einem hohem Radonrisiko nahezu alle Wohnhäuser gemessen (siehe Grafik).

Rümlingen hat ein hohes Radonrisiko. Die Gemeinden Augst, Burg im Leimental, Brislach, Bottmingen, Böckten, Eptingen, Kilchberg (BL), Lauwil, Lupsingen, Liedertswil, Reigoldswil, Roggenburg und Ziefen haben ein mittleres Radonrisiko. Alle andern Gemeinden weisen ein geringes Radonrisiko auf.

In Gemeinden mit mittlerem oder hohem Radonrisiko muss bei Neu- und Umbauten die Radon-Problematik einbezogen werden. In Gebieten mit hohem und mittlerem Risiko ist es wichtig die Radonkonzentration in Gebäuden zu kennen. Da man sich mit einfachen Mitteln vor Radon schützen kann.

Das Kantonale Labor Basel-Landschaft stellt eine beschränkte Anzahl Dosimeter für Wohngebäudebesitzer für Radonmessungen in der Wintersaison 2012/2013 zur Verfügung. Interessenten können zwei Dosimeter/ Wohngebäude und das Messprotokoll im Monat November beim Kantonalen Labor, Gräubernstrasse 12, 4410 Liestal während den Bürozeiten abholen. Achtung die Messdauer beträgt drei Monate. Das heisst die Dosimeter müssen drei Monate ausgesetzt sein.

Weitere Informationen erteilt das Kantonale Laboratorium Basel-Landschaft, Telefon: 061 552 20 00 oder sind auf der Homepage www.ch-radon.ch vorhanden. Auf der Homepage gibt es diverse Informationen, die heruntergeladen werden können.

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst

Liestal, 1. November 2012

Weitere Informationen.

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