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Brut- und Setzzeit: Leinenpflicht zum Schutz der Wildtiere

29.03.2019
Bild Legende:
Eine Rehgeiss auf einer Wiese. Bild Andreas Etter

Im Frühling brauchen Wildtiere Schutz bei der Aufzucht ihrer Jungen. Aus diesem Grund gilt vom 1. April bis am 31. Juli die gesetzliche Leinenpflicht und Störungen sind auf ein Minimum zu reduzieren. Auf nächtliche Aktivitäten und Veranstaltungen im Wald sollte während dieser Zeit verzichtet werden.

Die Natur zeigt sich in dieser Jahreszeit von ihrer schönsten Seite. Man fühlt sich voller Energie und möchte raus an die frische Luft. Dabei wird oft vergessen, dass mit den ersten Blüten und dem frischen Bärlauchgeruch viele Wildtiere unbemerkt ihre Jungen auf die Welt bringen. Die trächtige Rehgeiss setzt ihr Kitz ins frische Gras am Waldrand oder in nahegelegene Felder. Bodenbrütende Vögel suchen Wiesen, Waldböden und Felder um ihre Nester zu bauen.

Freizeit im Wald
Wandern, Joggen, Biken, mit dem Hund spazieren, das Pferd bewegen oder mit den Kindern die Natur entdecken. Der Wald bietet Platz für viele Interessen. Er ist aber nicht nur der grösste Freizeitort für Mensch und Haustier, sondern ist vor allem der Lebensraum unserer Wildtiere. Sind die Tiere trächtig oder mit der Brut und Aufzucht der Jungen beschäftigt, brauchen sie besonderen Schutz. Um sie zu schonen, sollten während der Brut- und Setzzeit die Wege nicht verlassen, auf Aktivitäten in der Dämmerung und der Nacht sowie auf Veranstaltungen im Wald verzichtet werden.

Leinenpflicht
Für Hunde weckt ein junger Hase oder Vogel schnell den Spiel- oder Jagdtrieb, ohne dass es die Besitzerin, der Besitzer überhaupt merkt. Manchmal ist ein kleines Wildtier gar ein leckerer Happen, der unbemerkt im Magen des Hundes landet. Während der Brut-und Setzzeit gilt deshalb die Leinenpflicht zum Schutz der Wildtiere. 

Jungtier gefunden – was nun?
Jungtiere werden in Verstecken zurückgelassen, während die Eltern auf Futtersuche gehen. In dieser Zeit bleibt der Nachwuchs alleine zurück. Rehkitze werden nur zum Säugen von der Rehgeiss aufgesucht. Die Jungtiere sind im hohen Gras unauffällig versteckt. Da sie keinen Geruch abgeben, können sie von den Feinden nur schwer gefunden werden. Zum Schutz der Kitze – und auch anderer Jungtiere - sollen diese weder angefasst noch an einen anderen Ort transportiert werden. Sobald sie nach „Mensch“ riechen, werden sie von den Eltern verlassen.

Rehkitze vor dem Mähtod retten
Viele Tiere legen ihre Eier in die Felder der Landwirte. Auch Feldhasen und Rehkitze werden oft in eine Grünfläche gesetzt. Solange das Gras nicht geschnitten wird, ist dies kein Problem. Einige Tage vor dem Mähtermin sollte der Landwirt aber die zuständige Jagdgesellschaft informieren. Diese verblenden die Felder, indem sie die Rehgeiss dazu bringt, die Kitze aus dem Feld zu führen. Die Jungtiere werden zum Teil auch mit moderner Technologie gesucht. Dennoch werden immer wieder Jungtiere übersehen und vermäht. Die Jagdgesellschaften haben viel Fachwissen im Umgang mit Jungtieren und kennen die Gefahren. Mit einer guten Zusammenarbeit zwischen Jagenden und Landwirten können die Jungtiere vor dem Mähtod bewahrt werden.

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