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18.03.2011
Baum des Jahres 2011 – Kanton fördert die Elsbeere
Die Elsbeere ist der Baum des Jahres 2011. Das Amt für Wald beider Basel nimmt dies zum Anlass, in Zusammenarbeit mit Waldeigentümern und Forstbetrieben diesen seltenen Baum im Kanton zu fördern und zu unterstützen.
Das Amt für Wald beider Basel kauft schon seit 15 Jahren Pflanzmaterial von seltenen Baumarten ein und gibt dieses kostenlos an die Forstreviere ab. Dieses Jahr bezieht das Amt von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft rund 950 Speierlinge, Wildbirnen, Wildäpfeln, Mispeln und Schneeballblättrige Ahorne sowie 800 Elsbeeren.
Mitarbeiter der Forstreviere pflanzen die jungen Bäumchen auf geeigneten Standorten im ganzen Kanton und schützen sie mit einem Drahtkorb vor dem Wild. Weiter sind sie für die regelmässige Pflege zuständig. Grundlage für diese Aktion ist das ETH-Projekt „Förderung seltener Baumarten“ (SEBA).
In Europa gehört die Elsbeere zu den seltenen Baumarten. Auch in der Schweiz hält sie nur einen kleinen Anteil am gesamten Baumbestand. Im Baselbiet fühlt sich die Elsbeere sehr wohl und kommt hier vermehrt vor; das warme und trockene Klima des nordwestlichen Juras ist für viele seltene Baumarten ideal. Besonders schöne Exemplare der Elsbeere gibt es im Laufental, in der Rosshalden bei Lausen, hinter der Ermitage in Arlesheim und beim Moderholden Horn oberhalb von Pratteln.
Aufgrund ihres hohen Lichtbedarfs ist die mit 20 bis 25 Metern Höhe eher kleinere Baumart auf Pflege angewiesen. Ihre natürliche Verjüngung ist stark beeinträchtigt, da ihre Knospen eine Delikatesse für das Rehwild sind. Für die Forstbetriebe ist ein schöner Elsbeerstamm ebenfalls ein Segen. So kann ein Kubikmeter für rund 4000 Franken verkauft werden.
Die prächtig weissen Blüten der Elsbeere sind ein Paradies für Bienen und von Ende Mai bis Anfang Juni in den Wäldern zu sehen. Im Herbst leuchtet die Elsbeere feuerrot durch das Blätterdach. Ihre Früchte sind Nahrung für Drosseln, Fuchs, Marder und viele andere Tiere.
Auch der Mensch nutzt die Elsbeere, etwa als exklusiver und sehr teurer Schnaps. Das Holz gleicht jenem des Birnbaumes und ist besonders bei Produzenten von Furnier, bei Drechslern und Schreinern beliebt. Aber auch im Musikinstrumentenbau (Klavier, und Dudelsack) wird das feste und trotzdem elastische Holz eingesetzt.
Mehr Informationen: www.baum-des-jahres.de
Amt für Wald beider Basel
Auskünfte:
Ueli Meier, Amt für Wald beider Basel; Telefon: 061 552 56 51, E-Mail: [email protected]
Liestal, 18. März 2011
Das Amt für Wald beider Basel kauft schon seit 15 Jahren Pflanzmaterial von seltenen Baumarten ein und gibt dieses kostenlos an die Forstreviere ab. Dieses Jahr bezieht das Amt von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft rund 950 Speierlinge, Wildbirnen, Wildäpfeln, Mispeln und Schneeballblättrige Ahorne sowie 800 Elsbeeren.
Mitarbeiter der Forstreviere pflanzen die jungen Bäumchen auf geeigneten Standorten im ganzen Kanton und schützen sie mit einem Drahtkorb vor dem Wild. Weiter sind sie für die regelmässige Pflege zuständig. Grundlage für diese Aktion ist das ETH-Projekt „Förderung seltener Baumarten“ (SEBA).
In Europa gehört die Elsbeere zu den seltenen Baumarten. Auch in der Schweiz hält sie nur einen kleinen Anteil am gesamten Baumbestand. Im Baselbiet fühlt sich die Elsbeere sehr wohl und kommt hier vermehrt vor; das warme und trockene Klima des nordwestlichen Juras ist für viele seltene Baumarten ideal. Besonders schöne Exemplare der Elsbeere gibt es im Laufental, in der Rosshalden bei Lausen, hinter der Ermitage in Arlesheim und beim Moderholden Horn oberhalb von Pratteln.
Aufgrund ihres hohen Lichtbedarfs ist die mit 20 bis 25 Metern Höhe eher kleinere Baumart auf Pflege angewiesen. Ihre natürliche Verjüngung ist stark beeinträchtigt, da ihre Knospen eine Delikatesse für das Rehwild sind. Für die Forstbetriebe ist ein schöner Elsbeerstamm ebenfalls ein Segen. So kann ein Kubikmeter für rund 4000 Franken verkauft werden.
Die prächtig weissen Blüten der Elsbeere sind ein Paradies für Bienen und von Ende Mai bis Anfang Juni in den Wäldern zu sehen. Im Herbst leuchtet die Elsbeere feuerrot durch das Blätterdach. Ihre Früchte sind Nahrung für Drosseln, Fuchs, Marder und viele andere Tiere.
Auch der Mensch nutzt die Elsbeere, etwa als exklusiver und sehr teurer Schnaps. Das Holz gleicht jenem des Birnbaumes und ist besonders bei Produzenten von Furnier, bei Drechslern und Schreinern beliebt. Aber auch im Musikinstrumentenbau (Klavier, und Dudelsack) wird das feste und trotzdem elastische Holz eingesetzt.
Mehr Informationen: www.baum-des-jahres.de
Amt für Wald beider Basel
Auskünfte:
Ueli Meier, Amt für Wald beider Basel; Telefon: 061 552 56 51, E-Mail: [email protected]
Liestal, 18. März 2011