Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Baselland schränkt Fischerei ein

18.12.2009
Die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft schränkt die Fischerei im Rhein, am Unterlauf der Ergolz und in der Birs per sofort ein. In der Birs sind nur die Bachforellen betroffen. Grund für die Massnahmen sind erhöhte Belastungen durch den Schadstoff PCB.  
 
Bereits im Februar 2009 hatte die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion die Fischerei in der Birs aufgrund erhöhter Werte von polychlorierten Biphenylen (PCB) verfügt. PCB sind Schadstoffe, die schlecht abbaubar sind und sich in der Nahrungskette anreichern. Neue Untersuchungen von Fischen aus der Birs und dem Rhein zeigen, dass für Bachforellen in der Birs das Fangverbot vom Februar für Tiere bis 50 Zentimeter aufgehoben werden kann.
 
Die im Rhein untersuchten Aale und Barben über 50 Zentimeter Länge sind jedoch derart mit PCB belastet, dass der Fang ab sofort verboten ist. Die untersuchten Rotaugen als Vertreter der fettarmen Fische weisen einen PCB-Gehalt zwischen 10 und 25 Pikogramm pro Gramm Fisch auf. Das ist deutlich über dem Grenzwert. Eine Abgabe von fettarmen Fischen an Dritte ist darum untersagt. Aal, Barbe und Rotauge wandern aus dem Rhein in die Unterläufe von Birs und Ergolz ein. Für diese Flussabschnitte gelten darum für diese Fischarten die gleichen Einschränkungen wie beim Rhein.
 
Einschränkungen für Rhein, Birs und Unterlauf Ergolz bis zum Hülftenfall
Barben von 35 bis 50 Zentimeter dürfen auf eigene Verantwortung gefangen und gegessen werden. Die Abgabe von Barben an Dritte ist verboten. Grössere Barben müssen in das Gewässer zurückgeworfen werden. Nicht erlaubt ist auch der Fang von Aalen; sie müssen wieder frei gelassen werden. Rotaugen dürfen gefangen und auf eigene Verantwortung verzehrt werden. Die Abgabe an Dritte ist verboten.
 
Erleichterungen für die Birs
Auf der ganzen Fliessstrecke der Birs dürfen Bachforellen, die grösser als 50 Zentimeter sind, nicht gefangen und gegessen werden. Sie müssen in den Fluss zurückgewofen werden. An der Birs unterhalb des Wasserfalls in Laufen bis zur Birsbrücke beim Schloss Angenstein dürfen Bachforellen bis zu einer Grösse von 50 Zentimeter uneingeschränkt gefangen, gegessen und an Dritte abgegeben werden. Auf den beiden Fliessstrecken der Birs von der Grenze zum Kanton Jura bis zum Wasserfall in Laufen und ab der Birsbrücke Angenstein in Aesch bis zur Mündung in den Rhein dürfen Bachforellen zwischen 31 und 50 Zentimeter gefangen und auf eigene Verantwortung verzehrt werden. Die Abgabe von Fischen dieser Grössenklasse an Dritte ist verboten.
 
Empfehlungen für den Verzehr
Erlaubt ist die Fischerei aller Arten, wenn diese allein für Trophäen verwendet werden. Für den Verzehr von Fischen, die im Kanton Baselland gefangen werden, gelten spezielle Empfehlungen. Details dazu sind zu finden unter www.bl.ch/fischerei . Der Kanton Basel-Stadt hat ebenfalls Untersuchungen vorgenommen und analoge Massnahmen beschlossen. Er wird diese in einer separaten Medieninformation der Öffentlichkeit mitteilen.
 
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst
 
Auskünfte:
Ignaz Bloch, Kantonstierarzt Basel-Landschaft, Telefon 061 552 59 23, E-Mail: ignaz.bloch@bl.ch

Weitere Informationen.

Fusszeile