Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion / Medienmitteilungen / Biodiversitätsförderung und Landschaftsqualität im Landwirtschaftsgebiet

Biodiversitätsförderung und Landschaftsqualität im Landwirtschaftsgebiet

17.04.2018 14:00

Der Regierungsrat hat die Weiterführung des kantonalen Naturschutzprogramms «Biodiversitätsförderung und Landschaftsqualität im Landwirtschaftsgebiet» genehmigt. Der grösste Teil des Programms wird durch den Bund finanziert. 

Das kantonale Naturschutzprogramm «Biodiversitätsförderung und Landschaftsqualität im Landwirtschaftsgebiet» fördert seit 1989 die einheimische Fauna und Flora des Kulturlandes und belebt das Landschaftsbild. Die Baselbieter Landwirte machen seit Beginn mit, das Programm ist heute etabliert und breit akzeptiert. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, dass die Leistungen der Landwirte zugunsten der Natur fair abgegolten werden, und zwar auf freiwilliger, vertraglicher Basis. Per Ende 2017 stehen rund 4‘070 Objekte (Biodiversitätsförderflächen) mit einer Gesamtfläche von zirka 2‘588 Hektaren unter Vertrag. Dies entspricht einem Anteil von 12,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Kantons Basel-Landschaft von total 20‘968 Hektaren. Zurzeit beteiligen sich 82 Prozent der Landwirte am Programm. Unter Vertrag stehen zum Beispiel rund 55‘000 Hochstamm-Obstbäume, 31,5 Kilometer Wiesenbäche und 2,5 Kilometer Trockenmauern. 

Besonders wirksam für die Biodiversität und Landschaftsqualität sind extensive Wiesen und Weiden sowie Bunt- und Rotationsbrachen. Die Biodiversitätsziele sind im Naturschutzrecht, in den Umweltzielen Landwirtschaft (UZL) des Bundes sowie in der Strategie Biodiversität Schweiz und dem zugehörigen Aktionsplan vorgegeben. Die Kantone sind zur Umsetzung dieser Ziele verpflichtet. Die Ergebnisse der Wirkungskontrolle zeigen, dass die Richtung des eingeschlagenen Weges stimmt, im Baselbiet jedoch weitere Investitionen in die Biodiversität nötig sind, um die Zielvorgaben zu erreichen. Es braucht sowohl eine Verbesserung der ökologischen Qualität der bestehenden Biodiversitätsförderflächen als auch eine weitere Erhöhung ihres Anteils an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Für die Jahre 2018 bis 2021 betragen die Gesamtkosten brutto 41,1 Mio. Franken. Daran beteiligt sich der Bund voraussichtlich mit einem Beitrag von rund 36,5 Mio. Franken, was einem Anteil von 89 Prozent entspricht. Dem Kanton verbleiben Netto-Kosten in der Höhe von rund 4,6 Mio. Franken. Aufgrund des hohen Bundesbeitrages hat jeder vom Kanton in dieses Programm investierte Franken eine neunfache Hebelwirkung. 

 

Weitere Informationen.

Fusszeile