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Alpenfledermaus erstmals im Kanton Basel-Landschaft entdeckt
Mitte Juli 2025 wurde in der Gemeinde Liesberg zum ersten Mal ein Jungtier der sogenannten Alpenfledermaus (Hypsugo savii) entdeckt. Das Tier wurde geschwächt auf einem Firmengelände aufgefunden und in einer lokalen Fledermauspflegestation fachgerecht versorgt und identifiziert. Dadurch konnte im Kanton Basel-Landschaft erstmals der Nachweis von 20 der insgesamt 30 in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten erbracht werden. Die Verbreitung der Alpenfledermaus erstreckt sich durch den ganzen Mittelmeerraum bis in den Nahen Osten. In der Schweiz kommt die Art vorwiegend in den Kantonen Wallis und Tessin vor. In den letzten 30 Jahren hat sie sich jedoch kontinuierlich nach Norden ausgebreitet und ist
mittlerweile im Laufental angekommen.
In Liesberg, wo zahlreiche Gemeindeflächen als kantonale Naturschutzgebiete ausgewiesen sind, findet die Fledermausart optimale Lebensbedingungen vor. Die Verzahnung von Trockenwiesen und Weiden mit lichten Wäldern sowie ungestörten Felsbändern ist nicht nur ökologisch besonders wertvoll, sondern bietet der Alpenfledermaus auch ideale Jagdgründe. Sonnenexponierte Felsspalten dienen der nachtaktiven Flugkünstlerin als Unterschlupf, seltener werden auch Gebäude, Brücken oder Bäume besiedelt.
Die Alpenfledermaus kann leicht mit Zwerg- oder Weissrandfledermäusen verwechselt werden. Im Unterschied zu diesen weist sie ein längeres Fell mit meist goldenem Schimmer auf. Das hellere Bauchfell und das dunkle Gesicht verleihen ihr einen markanten Kontrast. Fledermäuse spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht, da sie grosse Mengen an Insekten – auch Schädlinge – erbeuten. Von den 20 bekannten Fledermausarten im Kanton Basel-Landschaft sind 16 gemäss der «Roten Liste» als gefährdet eingestuft. Der Ebenrain setzt sich für den langfristigen Erhalt und die Förderung der Fledermäuse ein.