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Abschluss der Felderregulierung Roggenburg

28.05.2016
Nach rund 25 Jahre geht mit der Felderregulierung Roggenburg ein gutes Beispiel für eine Gesamtmelioration zu Ende. Ein vielfältiges Massnahmenpaket zugunsten der Landwirtschaft, der Raumplanung sowie des Natur- und Landschaftsschutzes konnte umgesetzt werden. Heute Samstag, 28. Mai 2016, fand das Abschlussfest der Felderregulierung Roggenburg in der Motocrosshalle in Roggenburg statt.

Das Grossprojekt wurde ursprünglich als Felderregulierung gestartet, wandelte sich im Laufe der Zeit aber zu einer Gesamtmelioration. Wie die meisten Gemeinden des Laufentals wies die Gemeinde Roggenburg eine sehr starke Parzellierung auf, verursacht durch die napoleonische Erbteilung. 1991 gründeten deshalb die Landwirtschaftsbetriebe gemeinsam mit der nichtlandwirtschaftlichen Grundeigentümerschaft eine Genossenschaft, um eine umfassende Verbesserung der Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft zu erreichen.

Von der Felderregulierung zur Gesamtmelioration
In den darauf folgenden Jahren ergaben sich durch den Wechsel der Gemeinde Roggenburg vom Kanton Bern zum Kanton Basel-Landschaft im Jahr 1994 sowie das neue gesamtschweizerische Leitbild für Meliorationen zahlreiche Änderungen im Verfahren, bei den Massnahmen und entsprechend bei den Kosten. So waren - einer umfassenden „Gesamtmelioration“ entsprechend - neben landwirtschaftlichen, neu auch raumplanerische und ökologische Aspekte zu berücksichtigen.

Die umgesetzten Massnahmen dienen den Landwirtschaftsbetrieben wie auch der übrigen Bevölkerung von Roggenburg sowie der Natur und Landschaft. Die Landumlegung ermöglichte eine rationellere Bewirtschaftung und Hofaussiedlungen, Projekte der Gemeinde und des Kantons sowie die Ausscheidung bisher fehlender Strassenparzellen im Siedlungsgebiet. Dank der ebenfalls durchgeführten Bereinigung der Dienstbarkeiten und Anmerkungen im ganzen Gemeindegebiet ist das Grundbuch nun wieder aktuell. Auch wurde die Amtliche Vermessung auf den neusten Stand gebracht und die Kantonsgrenze zum Jura an die örtlichen Gegebenheiten angepasst.

Das Flurwegnetz wurde auf die heutigen landwirtschaftlichen Bedürfnisse ausgelegt, Drainagesysteme saniert und zusätzliche Projekte wie Wasser- und Stromversorgungen für abgelegene und neugebaute Höfe realisiert. Hinzu kamen zahlreiche ökologische Massnahmen wie zum Beispiel Bachausdolungen, Waldrandaufwertungen oder Heckenpflanzungen zur Verbesserung der ökologischen Vernetzung. Da Roggenburg zu Beginn der Felderregulierung noch keine bundesrechtskonforme Zonenplanung vorzuweisen hatte, wurde diese in enger Koordination mit der Melioration erarbeitet und die ökologischen Massnahmen darin für die Zukunft gesichert.

Ermöglicht wurde dieses Generationenwerk durch Beiträge der öffentlichen Hand, die finanzielle Beteiligung der Grundeigentümer sowie die tatkräftige Mitarbeit aller Beteiligten. Von den Kosten von rund 9,4 Millionen Franken übernahm der Bund knapp 2,9 Millionen, der Kanton Basel-Landschaft gut 3,8 Millionen und die Gemeinde Roggenburg rund 960‘000 Franken. Was nach weiteren Beiträgen von ebenfalls involvierten Gemeinden und Kantonen an Kosten übrig blieb, wurde auf die Grundeigentümer aufgeteilt. Dabei galt die Regel, wer mehr profitiert, hat auch mehr zu bezahlen.

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