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41% der Läden und Kioske verkauft Zigaretten an Minderjährige

25.01.2012
Bei Tabak-Testkäufen im Jahr 2011 haben 41 Prozent von 106 Verkaufsstellen im Kanton Basel-Landschaft trotz der gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen Tabakwaren an Minderjährige verkauft. Das ist etwas mehr als im Jahr zuvor. Das Verkaufspersonal verzichtet sehr häufig darauf, das Alter der Jugendlichen zu kontrollieren.
 
Von 106 getesteten Läden, Kiosken und Shops in der Zeit von August bis November 2011 haben 43 Verkaufsstellen oder 41 Prozent Tabakwaren an Jugendliche verkauft, obwohl diese noch nicht volljährig waren. Das ist etwas mehr als bei den Testkäufen 2010. Das Jahr zuvor verkauften noch 37 Prozent der Läden Tabakwaren an Minderjährige.
 
Anteil ist gestiegen
 
Der Verkauf von Zigaretten und anderen Tabakwaren an Minderjährige ist seit dem 1. Januar 2007 im Baselbiet verboten. Das Verkaufspersonal ist laut Alkohol- und Tabakgesetz berechtigt und bei Zweifeln über die Volljährigkeit der Kundinnen und Kunden verpflichtet, das Alter mit einer Ausweiskontrolle zu prüfen. Mit 41 Prozent liegt der Anteil von Verkaufsstellen, die Tabakwaren an Minderjährige verkauft auch fünf Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes immer noch bei deutlich mehr als einem Drittel.
 
Tendenziell verkauften 2011 wie schon im Vorjahr eher kleine Betriebe wie Kioske und Tankstellenshops Zigaretten an Minderjährige, nämlich 20 von 40 Betrieben. Das entspricht einem Anteil von 50 Prozent. Nicht viel besser setzten Grossverteiler und Ladenketten das Verkaufsverbot durch. Hier verkauften 16 von 40 Betrieben Tabakwaren an Jugendliche, das sind 40 Prozent der Geschäfte. Erstmals zeigen kleine Geschäfte bessere Resultate, von 26 kontrollierten Verkaufsstellen wurde in deren 8 Tabakwaren an Jugendliche verkauft, was einem Anteil von 31 Prozent entspricht.
 
Mit den Kontrollen der Tabakverkäufe hat die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft wiederum das Jugendsozialwerk des Blauen Kreuzes Baselland beauftragt. Die minderjährigen Testkäuferinnen und Testkäufer wurden für ihren Einsatz vom Jugendsozialwerk geschult und beim Einsatz begleitet.
 
Ausweise oft nicht kontrolliert
 
Bei den Testkäufen zeigte sich, dass sich das Verkaufspersonal erstaunlich oft weder nach dem Alter noch nach einem Ausweis der Jugendlichen erkundigt. Manchmal verlassen sich die Verkäuferinnen und Verkäufer auch auf falsche mündliche Altersangaben. Ihnen wird darum empfohlen, nach einem Ausweis (ID, Führerschein) zu fragen und sich genügende Zeit zu nehmen, diesen zu kontrollieren. Ein Teil des Verkaufspersonals ist immer noch zuwenig sensibilisiert für den gesetzlichen Jugendschutz.
 
Hinweisschilder kostenlos
 
Die Verkaufsstellen wurden vor Beginn der Testkäufe schriftlich über die gesetzlichen Bestimmungen und die bevorstehende Testrunde informiert. Gleichzeitig wurden sie eingeladen, bei Bedarf kostenlose Hinweisschilder zu den Alkohol- und Tabak-Jugendschutzbestimmungen bei der Gesundheitsförderung Baselland zu beziehen.
 
Die Tabaktestkäufe hatten für die Verkaufsstellen keine rechtlichen Konsequenzen. Das heisst, Verkaufspersonal, welches Tabak an Minderjährige verkaufte, wurde nicht verzeigt. Diejenigen Verkaufsstellen, die das Verkaufsverbot missachtet haben, erhalten ein Schreiben, in dem an ihr Verantwortungsbewusstsein appelliert wird. Denjenigen, welche die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz eingehalten haben, wird in einem Brief zum Ergebnis gratuliert.
 
Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Informationsdienst
Auskünfte
Susanna Piccarreta, Gesundheitsförderung Baselland, Telefon 061 552 62 18
E-Mail: susanna.piccarreta@bl.ch
 
Liestal, 25. Januar 2012

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