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25 Jahre ökologischer Ausgleich im Kanton Basel-Landschaft

13.02.2014
Die Vielfalt der Arten ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit unseres Lebensraums. Die Biodiversität geht aber wegen der Bautätigkeit und intensiven Landwirtschaft zurück, viele Arten sind schon verschwunden. Mit den Ökobeiträgen hat der Kanton Baselland vor 25 Jahren ein Instrument geschaffen, welches mit grossem Erfolg den Erhalt und die Neuschaffung ökologisch wertvoller Objekte im Landwirtschaftsgebiet verfolgt.

Der Artenvielfalt in der Schweiz geht es nicht blendend. Ein bedeutender Anteil der Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz sind auf der roten Liste oder sogar bereits ausgestorben. Neben den Bauaktivitäten zählt auch die intensive Landwirtschaft zu den Verursachern des Verlustes an Biodiversität. Der Verlust an Artenvielfalt ist ein schleichender und ungewollter Prozess. Die Möglichkeit der maschinellen Bewirtschaftung und der chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel greift ins natürliche Artengefüge ein. Seltene Blütenpflanzen werden von schnellwachsenden Futtergräsern verdrängt, Lebensräume von Insekten und Amphibien werden nach und nach eingeebnet oder entfernt. Sinkende Lebensmittelpreise und steigender Druck auf Agrarflächen heizen eine intensive Landwirtschaft weiter an.

Visionäres Programm
Der Kanton Basel-Landschaft erkannte das Problem schon früh und entwickelte ein visionäres Programm zum Erhalt und zur Neuschaffung ökologisch wertvoller Objekte im Landwirtschaftsgebiet, den kantonalen ökologischen Ausgleich. Das Programm ist schweizweit pionierhaft. 2014 feiert dieses Programm sein 25-jähriges Bestehen. Seit der Einführung im Jahre 1989 ist die vertraglich geschützte Fläche stetig gewachsen. Ende 1989 waren 232 Hektaren unter Vertrag, bis Ende 2012 hat sich die Fläche auf 2290 Hektaren beinahe verzehnfacht. Die Beiträge sind in diesem Zeitraum von 170'000 auf 4,8 Millionen Franken gestiegen.

Landwirte und Biodiversität profitieren
Davon profitieren Landwirte gleichermassen wie die Artenvielfalt. Seltene Pflanzen wie Enziane bleiben dank des ökologischen Ausgleichs erhalten. Häufigere aber durch die Intensive Landwirtschaft bedrängte Arten können sich wieder ausbreiten. Darunter sind viele attraktive Wiesenblumen wie die Margerite oder der Habermark. Die Auswirkungen des Programms auf die Tierwelt werden seit zwei Jahren untersucht. Verschiedene Tierarten werden dabei auf unzähligen Stichprobenflächen im Kanton kartiert. Auch hier ist der Erfolg sichtbar, zum Beispiel an der Feldgrille, welche nur auf Magerwiesen lebt.


www.biodiversität-bl.ch
Mit der neuen Webseite www.biodiversität-bl.ch und mit einem Memory möchte die Kommission für ökologischen Ausgleich die Landwirtschaft und Bevölkerung über dieses erfolgreiche Projekt informieren. Das Jubiläum wird am Ebenraintag vom 7. September 2014 gefeiert und bereits am MUBA-Stand des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain in Halle 2.2 präsentiert. Die Webseite wird pünktlich zur Eröffnung der MUBA aufgeschaltet. Zudem hat das LZE ein Memory entwickelt, das als Kartenspiel oder online auf www.biodiversität-bl.ch gespielt werden kann. Ausserdem bietet das Memory Hintergrundinformationen: Welche Tiere profitieren von welchen Massnahmen? Wie werden die Flächen bewirtschaftet? Wie hoch sind die Beiträge, welche die Landwirte dafür erhalten? So kann man spielerisch lernen, welche Tiere und Pflanzen auf welche Art Weise vom ökologischen Ausgleich profitieren.

Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, Kommunikation

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