Getreide in weiter Reihe

Beschreibung:
Ziel dieser Massnahme ist es, das Ackerland durchgängiger für Wildtiere zu machen und den Lebensraum für eine grosse Bandbreite an Pflanzenarten zu verbessern. Dazu bleiben bei der Ansaat von Getreidefeldern etwa ein Drittel der Reihen ungesät. Es bilden sich Streifen, welche für Feldlerche und Feldhase viele Nischen zur Jungenaufzucht bieten. In Kombination mit einer herbizidfreien Bewirtschaftung könnte der Lebensraum auch für seltene Ackerunkräuter verbessert werden.

 

Bedrohung:
Im Ackerland werden die Bedingungen für wildlebende Tiere und Pflanzen rauher. Die heutigen effizienten Produktionstechniken, lassen nur wenig Platz und Licht für Beikräuter, auch die einst sehr häufigen Feldhasen und Feldlerchen sind nur noch selten anzutreffen.
Gründe dafür liegen in der stark mechanisierten und äusserst sauberen Bewirtschaftung. Zwischen Umpflügen eines Ackers und Ernten der neuen Kultur werden unzählige Behandlungen mit Eggen, Walzen und Spritzen durchgeführt. Mehrfache Behandlungen im Frühjahr erschweren das Brutgeschäft von Tieren in den Fahrgassen oder in den Grenzbereichen zweier Kulturen. Dazu kommt, dass spontane Beikräuter chemisch oder mechanisch entfernt werden. Darunter befinden sich auch stark gefährdete Pflanzen oder wichtige Futterpflanzen für ackerbewohnende Tiere.


Bedingungen für eine kantonalen Vertrag:
Fläche muss in einem der Ackerbaugebiete gemäss Vernetzungsprojekt liegen! (diese sind in dieser Karte rot gekennzeichnet)

Lückige Saat: Es werden alternierend drei Reihen gesät und zwei Saatreihen verbleiben ungesät. Die ungesäten Reihen müssen mindestens 30 cm breit sein.
Mindestgrösse: 20 Aren
Mindestbreite: 20 Meter
Nicht an vielbefahrenen Strassen
Düngung und Pflanzenschutz sind erlaubt gemäss DZV
-> Option Herbizidverzicht: Vor allem bei Feldlerchenvorkommen wird empfohlen auf den Einsatz von Herbizid zu verzichten. Eine mechanische Unkrautbekämpfung darf zwischen 1. Oktober und 15. März durchgeführt werden. Diese Option wird zusätzlich vergütet.

Adresse

Ebenrain-Zentrum für Landwirtschaft,
Natur und Ernährung
Ebenrainweg 27
4450 Sissach

Lageplan
 
Tel. 061 552 21 21

 
Telefonzentrale, Schalter, Empfang
07.45 - 11.45 und 13.30 - 16.30 Uhr

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